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Hermann Weinbuch hofft auf faires Finale für Johannes Rydzek und Eric Frenzel in Schonach

Showdown in Schonach: Bundestrainer hofft auf faires Finale
Von SID

16/03/2017 um 14:26

Bundestrainer Hermann Weinbuch hofft für das Weltcup-Finale am Wochenende in Schonach auf gerechte Bedingungen für seine Topathleten Eric Frenzel und Johannes Rydzek. "Laut Wetterprognose könnten wir schwierige Verhältnisse haben. Ich wünsche mir, dass die Entscheidung um den Gewinn des Gesamtweltcups bei vergleichbaren und fairen Bedingungen fällt", sagte Weinbuch.

Sechsmal wechselte das Gelbe Trikot zwischen Frenzel und Rydzek bislang hin und her, vor den entscheidenden Wettkämpfen am Samstag und Sonntag heißt der Besitzer wieder Frenzel. Allerdings denkbar knapp: Mit 1534 Punkten auf dem Konto fährt der Titelverteidiger in den Schwarzwald, Herausforderer Rydzek kommt auf 1520 Zähler. Jeder noch so kleine Patzer kann für beide das Ende aller Träume bedeuten.

"Ich muss eine gute Leistung zeigen - nur so ist überhaupt etwas möglich", sagt Frenzel, der seit 2012 die Szene beherrscht. Der 28 Jahre alte Olympiasieger kann als erster Kombinierer der Geschichte zum fünften Mal den Gesamtweltcup gewinnen - und das sogar in Folge. Rydzek, vor zwei Wochen bei der WM in Lahti mit viermal Gold bei vier Starts unschlagbar, hat die Kugel noch nie gewonnen.

Rydzek: "Mit Vollgas ins Finale"

Das will der 25-Jährige nun ändern. "Jetzt heißt es Füße locker machen, ausruhen, gut essen - und dann mit Vollgas ins Finale. Ich freue mich auf Schonach", sagt Rydzek nach seinem zweiten Platz am Mittwoch in Trondheim. Seinem Kumpel Frenzel würde der Allgäuer nur zu gerne das verlorene Gelbe Leibchen wieder abluchsen: "Ich würde lügen, wenn ich etwas anderes sagen würde."

Sorgen bereitet allerdings das Wetter - wieder einmal. Am Wochenende wird starker Wind erwartet, zudem sind Plustemperaturen und Dauerregen angesagt. Die Streckenlänge wurde bereits auf 1,5 Kilometer pro Runde verkürzt. "Laut Prognose könnten wir schwierige Verhältnisse haben. Ich wünsche mir, dass die Entscheidung bei vergleichbaren und fairen Bedingungen fällt", sagt Bundestrainer Hermann Weinbuch.

Kein Heimvorteil in Schonach

Frenzel und Rydzek kennen das typische Schonach-Wetter bereits aus den vergangenen Wintern, vor zwei Jahren fand das Rennen "bei so viel Regen statt, wie ich es bisher noch nie erlebt habe", sagte Frenzel über die alten Probleme im Schwarzwald. Die Bedingungen in Schonach ließen ihn manchmal "beim Aufstehen überlegen, ob die Badehose nicht geeigneter wäre als der Springanzug."

Dennoch nennt der Sachse das kleine Schonach gerne liebevoll das "Erzgebirge des Westens", von einem Heimvorteil kann jedoch keine Rede sein. Erst im vergangenen Winter gewann Frenzel nach mehreren vergeblichen Anläufen den begehrten Schwarzwaldpokal, als erster Deutscher seit 29 Jahren. Eine Wiederholung dieses Triumphes würde ihm nun den Gesamtweltcup bringen. "Ich will noch einmal angreifen", sagt Frenzel und hofft auf Historisches. Aber was sind schon 14 Punkte?

Video - Rydzek, Wellinger, Vogt: Alle deutschen Triumphe in Lahti

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