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Critérium du Dauphiné: Kein Spaß für Sprinter, mal anders nach Alpe d´Huez

Premiere: Neue Bergankunft in Alpe d´Huez
Von radsport-news.com

17/03/2017 um 10:37Aktualisiert 17/03/2017 um 11:39

Die ASO hat den Parcours des Critérium du Dauphiné 2017 vorgestellt, das vom 4. bis 11. Juni ausgetragen wird. 1.151,5 Kilometer muss das Peloton beim neben der Tour de Suisse wichtigsten Vorbereitungsrennen für die Tour de France zurücklegen - mit zwei Bergankünften zum Abschluss und dem erstmals angesteuerten Mont du Chat (Kat. HC) als erstem schweren Scharfrichter am drittletzten Tag.

Eines ist sicher: Die reinen Sprinter dürften sich kaum auf die Woche in den französischen Alpen freuen, denn keine der Etappen kommt mit weniger als vier Bergpreisen aus.

    Zum zweiten Mal in der Geschichte des Rennens steuert die Rundfahrt bei ihrer 69. Austragung die Alpe von Huez an. Allerdings geht es auf der 7. der acht Etappen nicht wie gewohnt die berühmten 21 Kehren hinauf, sondern von südöstlicher Seite über den 15,3 Kilometer langen und im Schnitt 6,9% steilen Col de Sarenne (Kat. HC), nach dessen Überquerung noch 14 Kilometer auf und ab in den Skiort L'Alpe d'Huez warten. Tour-de-France-Fans wird die Route von der "Großen Schleife" im Jahr 2013 bekannt sein, als es auf der 18. Etappe zwei Mal nach L'Alpe d'Huez hinauf und dazwischen über den Sarenne hinunter ging.

    Die Entscheidung über den Dauphiné-Gesamtsieg fällt jedoch erst 24 später am 11,3 Kilometer langen und im Schnitt 9,2% steilen Anstieg zum Plateau de Solaison (Kat. HC), das über den Col des Saisies (Kat. 1), den Col des Aravis (Kat. 2) und den Col de la Colombiere (Kat. 1) angesteuert wird. Mit Mont du Chat, Col de Sarenne und Solaison-Anstieg beinhaltet jede der drei abschließenden Etappen der Rundfahrt also einen Hors Categorie-Berg.

    Doch auch wenn der Kampf um den Gesamtsieg dort entschieden wird, so haben es auch die ersten Tage des Rennens bereits in sich. Den Anfang macht ein 170 Kilometer langes Teilstück mit Start und Ziel in Saint-Etienne, das mit drei 15 Kilometer langen Runden über den 793m hohen Cote de Rochetaillée (Kat. 3) endet. Insgesamt stehen da bereits acht Bergpreise der Kategorien 2, 3 und 4 auf dem Programm. Tagsdrauf geht es über 171 Kilometer von Saint-Chamond nach Arlanc über vier Bergpreise dieser niedrigeren Kategorie und einer 31 Kilometer langen Schluss-Schleife über das Hochplateau von Novacelles.

    Tag drei wartet mit 184 Kilometern von La Chambon-sur-Lignon nach Tullins auf. Auch hier stehen vier Bergpreise auf dem Programm, diesmal allerdings nur den Kategorien 3 und 4 zugehörig und mit der letzten Schwierigkeit 40 Kilometer vor dem Ziel. Die bergfesteren Sprinter dürften sich diesen Tag im Kalender markieren. Die 4. Etappe besteht aus einem welligen Einzelzeitfahren über 23,5 Kilometer von Latour-du-Pin nach Bourgoin-Jallieu ohne allzu große topographische Schwierigkeiten. Tagsdrauf warten zwischen Latour-de-Salvagny und Macon auf 175 Kilometern noch einmal sechs Bergpreise der Kategorien 2, 3 und 4, wobei auch diese Etappe zum Ende hin flacher wird.

    Erstmals über den Mont du Chat

    Doch mit der 6. Etappe gehört das Critérium du Dauphiné endgültig den Bergziegen. Zwar sind die ersten 115 Kilometer des nur 145,5 Kilometer langen Teilstücks nicht übermäßig schwer, doch dann stellt sich erstmals in der Geschichte des Profi-Radsports der Mont du Chat in den Weg des Pelotons. 8,7 Kilometer bei durchschnittlich 10,3% führen vom 315 Meter hoch gelegenen Saint-Jean-de-Chevelu hinauf zum 1.504 Meter hohen Pass der Ehrenkategorie - mit Steilstücken von bis zu 15%. Nach dem Bergpreis geht es über eine rasante Abfahrt 13 Kilometer hinunter ins Tal und noch zwei Kilometer flach ins Ziel von La Motte-Servolex.

    Die 7. Etappe führt von Aoste über 167,5 Kilometer nach L'Alpe d'Huez - wie bereits erwähnt über den Col de Sarenne. Zu Beginn der Etappe stehen der Col du Cucheron (Kat. 2) und der Col de Porte (Kat. 1) auf dem Programm, bevor es von Grenoble lange leicht ansteigend durchs Tal der Romanche nach Le Bourg d'Oisans geht, wo normalerweise der Huez-Anstieg beginnt. Von dort aber geht es diesmal weiter das Tal hinauf und über Cote de Garcin (Kat. 2) an den Stausee Lac du Chambon, wo schließlich der 15,3 Kilometer lange und im Schnitt 6,9% steile Col de Sarenne-Anstieg startet.

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