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Ski Alpin: Felix Neureuther Zweiter beim Slalom in Aspen, Sieg für André Myhrer

Neureuther zum Saisonabschluss Zweiter
Von SID

19/03/2017 um 20:38Aktualisiert 19/03/2017 um 20:44

Felix Neureuther hat seine starke Saison mit zwei Podestplätzen beendet. Der 32 Jahre alte WM-Dritte aus Partenkirchen fuhr nach Rang zwei im Riesenslalom beim Weltcup-Finale in Aspen/US-Bundesstaat Colorado auch im Slalom als Zweiter aufs "Stockerl". Neureuther musste sich im letzten Rennen des Winters nur dem Schweden André Myhrer geschlagen geben.

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"Ich kann mit dem Wochenende zufrieden sein. Jetzt kann die Saison losgehen", sagte Neureuther und lachte.

Der 32 Jahre alte Partenkirchner rettete mit seinem Coup zum Abschluss die Saison der deutschen Alpinen fast im Alleingang. Von den insgesamt elf Podestplätzen bei Männern und Frauen, der schwächsten Ausbeute seit 2008 (zehn), holte er sechs, dazu bei der WM mit Slalom-Bronze die einzige Medaille. Weniger Siege als den einen von Linus Straßer in Stockholm gab es zuletzt 2006. "Die Saison war nicht traumhaft", sagte DSV-Alpindirektor Wolfgang Maier, der sich umso mehr über Neureuther freute: "Alle kriegen damit ein bisschen Lohn für die viele Arbeit."

Straßer fällt zurück

Dass es nicht zum 13. Weltcup-Sieg gereicht hatte, konnte Neureuther verschmerzen. Der Schwede André Myhrer, der ihm Slalom-Platz eins um 0,14 Sekunden weggeschnappt hatte, sei "klar der Beste" gewesen, "das muss man so hinnehmen. Ich hatte leider ein paar kleine Fehler." Dennoch fuhr er noch von Rang sechs vor. Im "Riesen" war Gesamtweltcupsieger Marcel Hirscher aus Österreich 0,53 Sekunden schneller. "Zweiter Platz, echt top", meinte Neureuther dazu, obwohl er vor dem Finale noch 0,01 Sekunden vor Hirscher gelegen hatte.

Video - Myhrer triumphiert in Aspen

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Stefan Luitz aus Bolsterlang holte Rang vier. "Ich bin absolut zufrieden, das Podium habe ich im ersten Durchgang schon verschenkt", sagte der Allgäuer. Im Slalom kam Straßer auf Rang 21. "Das war nicht mein bestes Skifahren", sagte er nach einem verkorksten zweiten Lauf, der ihn aus den Top 10 spülte.

Neureuther freut sich auf Pause

Neureuther blickte derweil mit etwas Wehmut zurück. "Am Anfang und in der Mitte war es schwierig, weil ich Materialprobleme hatte. Das ist im Nachhinein wirklich schade, sonst hätte ich mitreden können im Slalom-Weltcup." Den aber holte Doppel-Weltmeister Hirscher, der auch die Riesenslalom-Wertung und zum sechsten Mal die große Kristallkugel gewann.

Dass er jetzt trotzdem am liebsten so richtig in den Winter einsteigen würde, war natürlich ein Scherz von Neureuther. "Seit der WM geht es richtig gut, ich fühle mich gut, habe meine Form gefunden. Aber es tut sicher gut, wenn jetzt mal eine Pause einkehrt", sagte er, "es zwickt schon an der ein oder anderen Stelle." Das aber lässt sich als doppelter Zweiter gut verkraften.

Video - Krönender Saisonabschluss: Neureuther fährt aufs Podium

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