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Nordische Ski-WM 2017 in Lahti: Marit Björgen Weltmeisterin über 10 km klassisch

16. WM-Gold! Björgen auch Weltmeisterin über 10 km klassisch
Von Eurosport

28/02/2017 um 15:49Aktualisiert 28/02/2017 um 15:51

Marit Björgen aus Norwegen hat bei der nordischen Ski-WM in Lathi auch die 10 Kilometer klassisch gewonnen Die 36-Jährige setzte sich vor Charlotte Kalla aus Schweden (+41,0 Sekunden) und Landsfrau Astrid Uhrenholdt Jacobsen (+55,5 Sekunden) durch. Beste Deutsche wurde die 36 Jahre alte Stefanie Böhler auf Rang zehn (+1:35,8 Minuten). Für Björgen war es bereits das 16. WM-Gold.

"Das ist mein bestes Saisonergebnis, und das bei der WM - da kann ich nur zufrieden sein. Top Ten ist super für mich, es wäre sogar noch mehr möglich gewesen", sagte Böhler einen Tag nach ihrem 36. Geburtstag. Auch Andreas Schlütter, sportlicher Leiter des DSV, lobte:

"Ich bin sehr zufrieden, besonders mit Steffi. Sie hat ein engagiertes Rennen gemacht und es durchgezogen."

Böhler fehlten am Ende nur 1,3 Sekunden zum achten und 4,4 Sekunden zum siebten Rang. Bei Plusgraden trotzte die Schwarzwälderin erfolgreich den schwierigen Bedingungen in der Loipe:

"Besonders bergan war es schwer, weil sich ein Wasserfilm gebildet hat. Deswegen sind wir so x-beinig gefahren. Nur falls sich jemand gewundert hat, warum wir so komisch auf dem Ski standen."

Nicole Fessel, zu Saisonbeginn in Kuusamo Fünfte über diese Distanz, folgte als zweitbeste Deutsche auf dem 16. Rang. "Schade, dass es nicht für die ersten 15 gereicht hat. Der Teamsprint hat mir anfangs noch in den Knochen gesteckt", sagte Fessel. Die dreimalige Junioren-Weltmeisterin Victoria Carl belegte Position 21, Katharina Hennig folgte drei Tage nach ihrem starken elften Platz im Skiathlon auf Position 27.

Nicht zur stoppen war aber Björgen, die schon im Skiathlon Gold geholt hatte. Die Topfavoritin lag beim einzigen Individualstart der WM von der ersten Zwischenzeit an in Führung, im Ziel hatte sie mit einer Zeit von 25:24,9 Minuten deutliche 41,0 Sekunden Vorsprung auf Charlotte Kalla. Die Schwedin hatte vor zwei Jahren in der freien Technik Gold gewonnen. Bronze ging an Astrid Uhrenholdt Jacobsen, eine weitere Norwegerin.

"Ich war wirklich nervös, von Beginn an. Ich wollte lieber nach Hause und mich verkriechen. Auf der zweiten Runde konnte ich dann richtig Tempo machen", sagte Björgen, die im Dezember 2015 erstmals Mutter geworden war. Für Norwegen war es die vierte Goldmedaille in Lahti. Im Medaillenspiegel zogen die Skandinavier mit jetzt viermal Gold, zweimal Silber und dreimal Bronze wieder an Deutschland (4-2-2) vorbei an die Spitze.

Böhler zog angesichts Björgens Vorstellung den Hut und meinte mit einem Augenzwinkern: "Ich hätte vielleicht auch Mama werden sollen". Die Hoffnungen des DSV-Teams ruhen nun ganz auf der Frauen-Staffel am Donnerstag. "Da kann wahnsinnig viel passieren", sagte Fessel über die einzig realistische Medaillenchance der Langläufer: "Manchmal passiert es, wenn man am wenigsten damit rechnet."

Video - Nordische Ski-WM: Phänomen Björgens letzte Meter zum 10-km-Titel

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