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Severin Freund verpasst nach einem erneuten Kreuzbandriss Olympia 2018 in PyeongChang

Erneuter Kreuzbandriss: Olympia-Aus für Skispringer Freund

21/07/2017 um 15:37Aktualisiert 21/07/2017 um 16:14

Severin Freund hat sich bei der Rückkehr ins Sprungtraining erneut einen Kreuzbandriss zugezogen. Der DSV-Skispringer fällt damit für die gesamte Saison aus und verpasst auch die Olympischen Winterspiele in PyeongChang (ab 9. Februar live bei Eurosport). Freund wurde am freitag bereits operiert. Dabei wurde das Kreuzband ersetzt, der Innenmeniskus genäht und Teile des Außenmeniskus geglättet.

Für Severin Freund ist der Olympia-Winter 2018 gelaufen ehe er angefangen hat. Der deutsche Skisprung-Star hat sich erneut einen Kreuzbandriss im rechten Knie zugezogen und fällt damit für die Olympischen Spiele in PyeongChang/Südkorea (9. bis 25. Februar live und exklusiv bei Eurosport) aus.

Der 29-Jährige aus Rastbüchl erlitt die Verletzung am Donnerstag bei seinem erst zweiten Sprungtraining nach monatelanger Zwangspause in Oberstdorf. Freund wurde bereits in München operiert.

Freund spürte einen Stich

Severin Freund schilderte die Verletzung so:

"Ich spürte bei der Landung einen Stich im rechten Knie. In der Folge fühlte sich das Knie instabil an und ich ließ mich von DSV-Arzt Dr. Florian Porzig untersuchen. Der diagnostizierte mittels einer MRT-Untersuchung einen Riss des vorderen Kreuzbandes."

Bitter für den Team-Olympiasieger von 2014, der sich bis dato auf dem Weg zurück an die Weltspitze "sehr gut gefühlt" hatte. "Die Rehabilitation verlief nach Plan, umso ärgerlicher ist der erneute Rückschlag", sagte Freund, richtet aber bereits den Blick nach vorne: "Meine olympischen Ambitionen muss ich nun ad acta legen, dafür nehme ich jetzt die Weltmeisterschaften in Seefeld (2019, Anm. d. Red.) ins Visier. Ich habe in meiner Karriere schon einige Rückschläge weggesteckt und weiß daher damit umzugehen."

Für Freund setzte sich damit ein Seuchenjahr 2017 fort. Bei der Vierschanzentournee hatte er Anfang Januar nach zwei Springen wegen einer fiebrigen Erkältung aufgeben müssen, rund drei Wochen später riss erstmals und ebenfalls in Oberstdorf beim Training das Kreuzband. Seinen WM-Titel konnte er in Lahti daraufhin nicht verteidigen.

Schuster bestürzt, Arzt mit OP zufrieden

Bundestrainer Werner Schuster äußerte sich bestürzt:

"Die erneute Verletzung ist sowohl für Severin persönlich als auch für das gesamte Team sehr bitter. Sein Fehlen im Olympia-Winter zu kompensieren, wird eine große Herausforderung für uns alle. Wir wünschen Severin jetzt erst einmal eine rasche Genesung."

"Die Operation verlief positiv", sagte derweil der leitende DSV-Mannschaftsarzt und Operateur Dr. Peter Brucker:

"Das Kreuzband wurde ersetzt, der Innenmeniskus genäht und Teile des Außenmeniskus geglättet. Severin Freund wird voraussichtlich noch einige Tage im Krankenhaus bleiben, ehe er mit ersten Rehabilitationsmaßnahmen beginnen kann."

Bei den kommenden Winterspielen in Pyeongchang (9. bis 25. Februar 2018) wollte Freund den Coup von Sotschi 2014 wiederholen, als er mit dem Team Olympia-Gold gewonnen hatte. Dieser Traum ist nun geplatzt, ob es eine olympische Rückkehr geben wird fraglich: Bei den folgenden Spielen 2022 in Peking wäre Freund fast 34 Jahre alt.

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