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FEI Generalversammlung – Regeländerungen für den Springsport beschlossen

FEI Generalversammlung – Regeländerungen für den Springsport beschlossen

06/12/2017 um 23:18Aktualisiert 06/12/2017 um 23:19

Bei der Generalversammlung in Montevideo, Uruguay hat die FEI Ende November für mehrere Reitsport-Disziplinen zahlreiche Regeländerungen beschlossen. Reiter, Trainer und Pferdebesitzer sind längst nicht mit allen Änderungen einverstanden.

Zu den beschlossenen Änderungen gehört unter anderem die Reduzierung der Quote für einheimische Reiter. Dies ist ein Punkt, der bei Reitern und Pferdebesitzern auf große Kritik stößt. War es bislang so, dass auf internationalen Turnieren in Deutschland bis zu 50 Prozent deutsche Reiter starten konnten, so werden in Zukunft maximal 20 bis 30 Prozent (je nach Niveau des Turniers) der Starterplätze für deutsche Reiter zur Verfügung stehen. Im Klartext bedeutet die Änderung, dass vor allem junge Reiter keine Startberechtigung erhalten werden.

In einem Land, das als Springsport-Nation mit an der Weltspitze steht, ist dies eine Entwicklung, die bedenklich ist. Bereits jetzt nehmen junge Springreiter die Möglichkeit wahr durch eine Änderung der Staatsbürgerschaft bei internationalen Turnieren in Deutschland für ein Land zu starten, das deutlich weniger Leistungsdichte im Springsport verzeichnet, um auf diese Weise Startgenehmigungen zu erhalten. Die Regeländerung kann dazu führen, dass diese Tendenz drastisch verstärkt wird. 

Änderungen wurden auch im Hinblick auf Weltranglistenpunkte vorgenommen. In Zukunft gibt es je Turnier nur noch eine Prüfung der höchsten Punktekategorie AA. Bislang gab es zum Beispiel im Rahmen der Global Champions Tour Etappe von Shanghai die Möglichkeit drei Prüfungen der höchsten Kategorie AA auszutragen. Dieser Praxis – die nur sehr selten zu verzeichnen ist – wurde mit der Änderung ein Riegel vorgeschoben.  

Änderungen wurden darüber hinaus auch für die Ausrüstung beschlossen. So wird in Zukunft stufenweise die Verwendung von Hinterbeingamaschen verboten. Ab 2019 wird das Verbot für Ponyreiter, Children, Amateure und Vetarnen gelten, ab 2020 wird das Verbot auch die Altersklassen der Junioren und Jungen Reiter sowie die Reiter U25 betreffen. Ab 2021 wird auch das Seniorenlager auf die Hinterbeingamaschen verzichten müssen. Die stufenweise Abschaffung soll es ermöglichen auftretende Probleme schnell und wirksam zu lösen und gegebenenfalls Nachbesserungen direkt für die nächste Stufe einzuführen. 

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