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ATP NextGen: Chung Hyeon exklusiv: "Vielleicht wäre ich Taekwondo-Kämpfer geworden"

Toptalent Chung exklusiv: "Vielleicht Taekwondo-Kämpfer..."

22/11/2016 um 10:34

Chung Hyeon ist ein echte Kämpfernatur, und das liegt nicht nur daran, dass der Südkoreaner früher Taekwondo betrieb. Der 20-Jährige ist erst seit zwei Jahren Profi, kletterte aber trotzdem schon bis auf Platz 51 der Weltrangliste. Im Exklusiv-Interview mit Eurosport.de spricht Chung, der zur ATP NextGeneration gehört, über Novak Djokovic, Taekwondo, seine Liebe zu Wimbledon und seinen Spielstil.

Welches war bislang Ihr bestes Match als Profi?

Chung Hyeon: Ein besonderes Erlebnis war meine Erstrundenpartie gegen Novak Djokovic auf einem der größten Plätze bei den Australian Open in diesem Jahr (6:3, 6:2, 6:4 für Djokovic, A.d.R.). Ich war damals sehr aufgeregt.

Wen würden Sie als Ihr größtes Tennis-Idol in jungen Jahren bezeichnen?

Chung: Das war ebenfalls Novak Djokovic. Sein Grundlinienspiel ist extrem gut, dazu ist Novak mental absolut fit. Ich habe ihn das erste Mal gesehen, als er in ein Endspiel der Australian Open eingezogen ist.

Was würden Sie als beste Erinnerung an Ihre Junioren-Zeit bezeichnen?

Chung: 2013 bin ich ins Wimbledon-Finale bei den Junioren eingezogen. Das ist definitiv meine beste Erinnerung an die Zeit bei den Junioren. Ich habe damals unter anderem Nick Kyrgios und Borna Coric geschlagen, im Finale habe dann gegen den italienischen Linkshänder Gianluigi Quinzi verloren (5:7, 6:7 (2:7), A.d.R.).

Gibt es einen Moment, der Sie dann auf der ATP Tour besonders beeindruckt hat?

Chung: Ja, vielleicht die Miami Open in der Saison 2015. Das war damals mein erstes Turnier auf der ATP Tour.

Wie würden Sie Ihren persönlichen Spielstil charakterisieren?

Chung: Zunächst will ich noch vielseitiger werden und häufiger ans Netz gehen. Momentan spiele ich meistens von der Grundlinie, wobei Vor- und Rückhand bei mir gleich gut sind.

Welches Turnier wollen Sie in Ihrer Karriere unbedingt noch gewinnen?

Chung: Wimbledon! Da habe ich ja schon bei den Junioren das Finale erreicht.

ATP NEXT GENERATION

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Was bedeutet es Ihnen, Teil der "ATP NextGen" zu sein?

Chung: Das ist eine sehr schöne Sache für mich. Es sind einige wirklich gute Spieler dabei, mit denen ich auch manchmal trainiere.

Hatten Sie eigentlich einen Plan B, wenn es mit Tennis nicht funktioniert hätte?

Chung: Hmmm... vielleicht wäre ich dann Taekwondo-Kämpfer geworden. Diesen Sport habe ich noch vor dem Tennisspielen betrieben. Möglicherweise würde ich aber auch studieren.

Wann haben Sie mit Taekwondo angefangen und wie lange haben Sie das ausgeübt?

Chung: Ich war fünf Jahre alt, als ich angefangen habe. Ich habe das solange gemacht, bis ich mit Tennis begonnen habe. Das war dann so zwei Jahre später.

Herr Chung, vielen Dank für das Gespräch.

Das ist die "ATP NEXT GENERATION"

Eurosport.de stellt in Zusammenarbeit mit der ATP die neue Tennis-Generation vor. Junge, aufstrebende Profis wie Alex Zverev, Nick Kyrgios, Borna Coric, Kyle Edmund oder Taylor Fritz verraten in exklusiven Interviews, was sie antreibt, welche Momente sie nie vergessen werden und welches Turnier sie unbedingt noch gewinnen wollen.

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