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Tischtennis-Damen nach Nervenschlacht im EM-Finale

Tischtennis-Damen nach Nervenschlacht im EM-Finale
Von SID

16/09/2017 um 14:23Aktualisiert 16/09/2017 um 14:34

Die deutschen Tischtennis-Damen haben bei der Mannschaft-EM in Luxemburg nach einer Zitterpartie das Endspiel erreicht und greifen nach ihrem vierten Titelgewinn in Folge.

Das Team von Bundestrainerin Jie Schöpp besiegte im Halbfinale die Niederlande nach einem fast vierstündigen Ringen und zwei Rückständen noch 3:2. Im 13. EM-Endspiel einer Damen-Mannschaft des Deutschen Tischtennis-Bundes (DTTB) treffen die Olympia-Zweiten am Sonntag (14.00 Uhr) entweder auf Russland oder Rumänien.

Im Falle der dritten erfolgreichen Titelverteidigung nacheinander würden die DTTB-Damen den EM-Rekord der Niederlande (vier Titel von 2008 bis 2011 in Serie) einstellen. Insgesamt steht für das DTTB-Team, für das im Semifinale die Weltranglistenneunte Han Ying (Tarnobrzeg) mit zwei Punkten die Matchwinnerin war, bislang siebenmal EM-Gold zu Buche.

Schöpps Mannschaft wahrte bei ihrer ersten ernsthaften Herausforderung im bisherigen EM-Verlauf mit den Top-20-Spielerinnen Han und Shan Xiaona (Berlin) sowie EM-Debütantin Nina Mittelham (Bad Driburg) durch den umkämpften Erfolg über Oranje die Chance des DTTB auf einen Doppel-Triumph in Luxemburg. Denn die Herren-Auswahl mit den Top-10-Stars Dimitrij Ovtcharov (Hameln-Orenburg) und Timo Boll (Düsseldorf) hat am Samstagabend (19.00 Uhr) in der Vorschlussrunde ebenfalls die Gelegenheit zum Einzug ins Finale.

Gold für beide Mannschaften bei einem EM-Turnier gleichzeitig erreichte der DTTB in der 59-jährigen EM-Geschichte bisher nur 2013. In Luxemburg ist Deutschland als einzige Nation mit beiden Teams der Sprung in die Halbfinals und damit auch schon auf die Medaillenpodeste gelungen.

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