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Erfolgreiche Universiade für deutsche Starter – Köhler und Hofmann überragen

Erfolgreiche Universiade für deutsche Starter – Köhler und Hofmann überragen

30/08/2017 um 20:29Aktualisiert 30/08/2017 um 20:30

In Taipeh ist die 29. Sommer-Universiade zu Ende gegangen.

Am Tag der Abschlussfeier stand nur noch eine Entscheidung auf dem Programm. Im Wasserball-Turnier der Herren ging die Goldmedaille an Serbien, das im Finale deutlich mit 15:4 gegen Russland gewann. Bronze sicherte sich Italien.

Athleten des Allgemeinen Deutschen Hochschulsportverbands (ADH) konnten sich über siebenmal Gold, sechsmal Silber und elfmal Bronze freuen, die in den Sportarten Judo, Kunstturnen, Leichtathletik, Schwimmen, Taekwondo und Wasserspringen gewonnen wurden. Herausragende Starter aus deutscher Sicht waren Schwimmerin Sarah Köhler und Speerwerfer Andreas Hofmann.

Köhler gewann in Weltklasse-Zeiten die Goldmedaille über 400 Meter Freistil und jeweils Silber über 800 Meter Freistil und 1500 Meter Freistil. In allen drei Wettbewerben hätte sie mit ihren Zeiten aus Taipeh den vierten Platz bei den Weltmeisterschaften in Budapest, für die sie nicht nominiert wurde, belegt.

Die 23-Jährige stellte sowohl über die 400 Meter als auch über die 1500 Meter einen neuen Deutschen Rekord auf. Über 1500 Meter blieb sie in 15:59,85 Minuten als erste deutsche Frau unter der magischen 16-Minuten-Marke. Über die 400 Meter verbesserte Köhler die 28 Jahre alte nationale Bestmarke der Magdeburgerin Anke Möhring auf 4:03,96 Minuten.

In einem Speerwurf-Wettbewerb, der in die Geschichte der Universiade eingehen wird, musste sich Andreas Hofmann trotz der absoluten Weltklasse-Weite von 91,07 Meter mit Silber zufriedengeben. Chao Tsun Cheng aus Taiwan überbot den 25-Jährigen um 29 Zentimeter.

Es war erst das zweite Mal in einem Wettkampf überhaupt, dass eine Weite über 91 Meter nicht zum Sieg gereicht hat. Bisher gab es das nur bei den Weltmeisterschaften 2001 in Edmonton. Hofmann ist damit nach Olympiasieger Thomas Röhler und Weltmeister Johannes Vetter der dritte deutsche Speerwerfer innerhalb eines Kalenderjahres, der die 90-Meter-Marke übertraf.

Auch weitere der bekanntesten deutschen Teilnehmer konnten die in sie gesetzten Hoffnungen erfüllen: Die WM-Finalistinnen Aliena Schmidtke über 50 Meter Schmetterling im Schwimmen, Hanna Klein über 5000 Meter in der Leichtathletik und Neele Eckhardt im Dreisprung gewannen ebenso Gold, wie 1500-Meter-Läufer Timo Benitz, der seine Stärke im Schlussspurt ausspielte. Kunstturnerin Kim Bui untermauerte als Dritte erneut ihre Zugehörigkeit zur Weltspitze am Stufenbarren.

Ans Tor zur Weltklasse hat der 22-jährige Hochspringer Falk Wendrich geklopft. Der ehemalige Zweite der Junioren-WM steigerte bei seinem Titelgewinn seine persönliche Bestleistung um drei Zentimeter auf gute 2,29 Meter und hat damit Hoffnungen für die Heim-Europameisterschaften 2018 in Berlin geweckt.

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