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24h von Le Mans: Porsche siegt nach Achterbahnfahrt, Toyota-Fluch hält an

Drama pur: Porsche siegt nach Achterbahnfahrt, Toyota-Fluch hält an
Von Eurosport

18/06/2017 um 15:02Aktualisiert 18/06/2017 um 16:10

Die 24 Stunden von Le Mans liefern im Jahr 2017 eines der dramatischsten Rennen aller Zeiten. Am Ende fährt das Porsche-Trio Timo Bernhard, Earl Bamber und Brendon Hartley den Sieg ein. Zuvor zerschlagen sich in der Nacht innerhalb von zweieinhalb Stunden alle Hoffnungen der bis dato führenden Toyota-Crew. Auch um den zweiten Porsche von André Lotterer ereignet sich eine Tragödie.

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Le Mans gewinnst du nicht, es lässt dich gewinnen! Die 85. Auflage der legendären 24 Stunden von Le Mans hat seinem Ruf vom härtesten Rennen der Welt wieder einmal untermauert. Mit Beginn der Nacht überschlugen sich die Ereignisse. Beinahe stündlich änderte sich das Bild.

Am Ende fuhr der Porsche mit Timo Bernhard an Bord als Erstes über die Ziellinie. Gemeinsam mit Earl Bamber und Brendon Hartley sicherte sich der Deutsche den prestigeträchtigen Sieg vor dem LMP2 DC-Oreca #38 mit dem Fahrertrio Ho-PinTung, Thomas Laurent und Oliver Jarvis.

Wenige Stunden zuvor hatte das Porsche-Team noch ein wahres Drama erlebt. Das Auto mit der Nummer eins, gesteuert von André Lotterer, hatte urplötzlich keinen Öldruck mehr. Der Deutsche versuchte noch, den Wagen im Hybrid-Modus zurück an die Box zu bringen, musste letztendlich aber aufgeben. 13 Runden Vorsprung auf Platz zwei hatte er zu diesem Zeitpunkt.

Video - Verzweifelter Kampf ohne Happy End: Porsche-Aus mit 13 Runden Vorsprung!

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Toyota-Leidenszeit geht weiter

Während Porsche am Ende dennoch jubeln konnte, hält der Le-Mans-Fluch von Toyota weiter an. Binnen zweieinhalb Stunden zerschlugen sich bei dem bis dahin souverän führenden Team in der Nacht alle Hoffnungen auf einen Sieg. Ein Rennen, das knapp acht Stunden annähernd perfekt zu laufen schien, lief völlig aus dem Ruder.

Ein Drama in drei Akten, das alle drei Toyota TS050 Hybrid betraf. Wie aus heiterem Himmel musste der Toyota #8 (Anthony Davidson/Sebastien Buemi/Kazuki Nakajima) nach knapp acht Stunden an die Box kommen.

Kobayashi in Führung raus

Es blieb ein Kampf des Toyotas #7 gegen den Porsche #1 zurück, und gerade schien Toyota die Oberhand zu gewinnen, als Kamui Kobyashi nach einer Safety-Car-Phase ein Kupplungsdefekt zu schaffen machte. Mit 60 km/h ging es auf Kobayashis langsamste Le-Mans-Runde, die er je gefahren ist.

Er kam bis Indianapolis, stoppte. Es ging noch einmal weiter, doch eingangs der Porsche-Kurven war endgültig Schluss.

Video - Kupplung zickt: Bitteres Aus für Spitzenreiter Kobayashi

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Lapierre abgeschossen

Dann kam alles noch schlimmer: Nicolas Lapierre fuhr gerade die Start-Ziel-Gerade entlang, als die Benzinversorgung wie geplant aussetzte, um in den Segelmodus überzugehen. Der gerade überrundete Simon Trummer rammte mit seinem noch immer beschleunigenden Manor-Oreca #25 (Roberto Gonzales/Trummer/Vitaly Petrov) den Toyota.

Was sich danach beim Toyota #9 abspielte, erinnerte an das Ende eines Helden im Hollywood-Blockbuster, der in einem quälend langen Prozess sein Leben aushaucht.

Es bleibt dabei: Toyota darf auf dem Circuit de la Sarthe offenbar nicht gewinnen.

Video - Trummer schießt Lapierre ab: Toyotas Traum geht in Flammen auf

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