AFP

WEC Bahrain 2016: Gelungener Abschied: Audi siegt in Bahrain - WM-Titel an Porsche

Gelungener Abschied: Audi siegt in Bahrain - WM-Titel an Porsche

19/11/2016 um 21:29Aktualisiert 19/11/2016 um 21:32

Audi hat zum Abschied aus der Langstrecken-WM nach 18 Jahren einen Doppelsieg gefeiert. Beim WEC-Rennen in Bahrain siegten Loic Duval, Lucas di Grassi und Oliver Jarvis vor den Teamkollegen Marcel Fässler, Andre Lotterer und Benoit Treluyer. Den WM-Titel sicherten sich Neel Jani, Marc Lieb und Romain Dumas im Porsche mit Platz sechs.

Eurosport Player : Verfolgen Sie das ganze Event live

Live bei Eurosport

Viele Tränen, große Gesten und ein emotionaler Doppelerfolg zum Abschluss des Le-Mans-Rennprogramms nach 18 Jahren: Audi siegten im letzten Saisonrennen der WEC 2016 in Bahrain. Loic Duval, Lucas di Grassi und Oliver Jarvis (Startnummer 8) sicherten sich den finalen Audi-Sieg vor den Teamkollegen Marcel Fässler, Andre Lotterer und Benoit Treluyer.

Konkurrenz mit schöner Geste für Audi

Die Emotionen kochten bereits vor dem Start einmal hoch. Toyota bedankte sich mit einem großen Banner für die gemeinsamen Jahre auf der Langstrecke, die gesamte Konkurrenz zollte Audi in der ersten von zwei Einführungsrunden großen Respekt. Man ließ die beiden R18 einsam an der Spitze hinter dem Safety-Car (Audi R8) fahren. Erst in der zweiten Einführungsrunde nahm man die Startpositionen wieder ein.

Wie erwartet konnten die Audis sofort das beste Renntempo anschlagen, man setzte sich an die Spitze und gab diese nie mehr ab. Der erwartete Einbruch der Performance bei kühleren Temperaturen bei einsetzender Dunkelheit blieb aus. Die beiden R18 waren die mit Abstand schnellsten Autos im Wettbewerb. Die dominante Vorstellung wurde von der Konkurrenz neidlos anerkannt.

"Die sind einfach zu schnell", so Mark Webber, der sich in seinem letzten Renneinsatz gemeinsam mit seinen Porsche-Teamkollegen Brendon Hartley und Timo Bernhard den dritten Rang sicherte. "Es ist verrücktes Gefühl, schon wirklich merkwürdig. Es ist emotional, aber das wird bestimmt später noch viel schlimmer. Das war es jetzt", so der Australier, der vor dem Rennstart Besuch von Formel-1-Star Daniel Ricciardo bekommen hatte.

Rang sechs reicht zum Titel

Hinter den beiden im heutigen Rennen nicht sonderlich konkurrenzfähigen Toyotas von Conway/Sarrazin/Kobyashi (4.) und Buemi/Davidson/Nakajima (5.) reichte den Le-Mans-Siegern eine vorsichtige Fahrt zum Titelgewinn. Neel Jani, Marc Lieb und Romain Dumas genügte der sechste Rang zum Erreichend es großen Ziels: Weltmeister! Auf dem Weg dorthin hatten die neuen Champions eine unliebsame Begegnung mit einem GTE-Porsche, der in einen Reifenschaden mündete. Den Sieg bei den privaten LMP1-Autos holte sich Rebellion beim letzten Einsatz des R-One.

Die LMP2-Klasse bot auch in Bahrain eine große sportliche Show. Im spannenden Finale gab es ein enges Duell zwischen den beiden Audi-Werksfahrern Rene Rast (G-Drive-Oreca) und Filipe Albuquerque (RGR-Ligier). Beide Piloten gaben noch einmal eine deutliche Bewerbungen für höhere Aufgaben ab. Die bessere Visitenkarte hinterlegte Rast, der den Portugiesen niederkämpfen und den Sieg einfahren konnte. Der G-Drive-Oreca war vom letzten Startplatz gekommen.

In der GTE-Pro-Klasse zeigte Aston Martin eine dominante Vorstellung. Nicki Thiim und Marco Sörensen sicherten sich mit einem Sieg den Titel. Ein Doppelerfolg der Briten kam nur deswegen nicht zustande, weil sich am Schwesterauto von Adam/Turner (5.) zur Rennmitte ein Rad gelöst hatte. Die weiteren Podestränge in der GTE-Pro-Kategorie gingen an die beiden Ferraris von Bruni/Calado und Rigon/Bird. Der italienische Hersteller sicherte sich somit die Markenwertung.

Ferrari holt Titel in GTE-AM-Kategorie

Den Titel in der GTE-Am-Kategorie konnten sich erwartungsgemäß Francois Perrodo, Rui Aguas und Emmanuel Collard (AF-Corse-Ferrari). Die Entscheidung fiel jedoch nur bedingt im Wettkampf auf der Strecke. Die Konkurrenz von Aston Martin versuchte alles, aber hatte Pech. Paul Dalla Lana rollte zur Halbzeit aus, die linke Zylinderbank des V8-Motors hauchte Unmengen Öl aus dem Auspuff.

"Es gab keine Vorwarnung, der Motor ging einfach hoch. Wir hätten die Ferrari-Jungs gern herausgefordert, aber es war nicht unser Tag. Schade und traurig", so der Kanadier, der sich den Vantage mit der Startnummer 98 mit Pedro Lamy und Mathias Lauda teilt. Die WEC-Saison ist mit dem letzten Rennen noch nicht ganz beendet. Am morgigen Sonntag gehen beim Rookietest noch einmal zahlreiche Fahrzeuge auf die Strecke von Bahrain.

Video - WEC: Der Vergleich - Ford contra Ferrari

00:34
0
0
Quoten präsentiert von Tipico