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WTCC Japan: Jose-Maria Lopez macht Titel-Hattrick perfekt

WTCC Japan: Jose-Maria Lopez macht Titel-Hattrick perfekt

04/09/2016 um 16:19Aktualisiert 04/09/2016 um 16:20

Aller guten Dinge sind drei: Jose-Maria Lopez schenkt Yvan Muller den Sieg, krönt sich aber mit Platz zwei vorzeitig zum WTCC-Champion 2016. Der argentinische Citroen-Pilot machte mit Platz zwei beim Hauptrennen von Motegi vorzeitig die Titelverteidigung und damit nach den Triumphen in den vergangenen beiden Jahren den Titel-Hattrick perfekt.

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Nachdem das Thailand-Rennen der WTCC in Kürze offiziell abgesagt wird, kann Lopez bei einem Vorsprung von 120 Punkte bei den Veranstaltungen in China und Katar nicht mehr eingeholt werden.

Die vorzeitige Titelentscheidung bei den Herstellern ist hingegen vertagt. Durch den dritten Platz hinter Rennsieger Yvan Muller (Citroen) und Lopez, der seinem Teamkollegen den ersten Saisonsieg geschenkt hatte, hielt Tiago Monteiro die Hoffnungen von Honda zumindest theoretisch noch am Leben. Mit 208 Punkten Rückstand auf Citroen reist Honda aus Japan ab, 210 Zähler sind bei den Veranstaltungen in China und Katar maximal noch zu vergeben.

Lopez' Titelgewinn hatte allerdings einen leicht faden Beigeschmack. Der Argentinier hatte das Rennen von der Pole-Position aus bis zur vorletzten Runde deutlich angeführt, bremste dann aber plötzlich ab und ließ seinen Teamkollegen Muller passieren. Durch diesen geschenkten Sieg, es war Mullers erster in der WTCC-Saison 2016, zog der Franzose in der Gesamtwertung mit Moteiro auf Platz zwei gleich.

Lopez schenkt Muller den ersten Saisonsieg

"Nach diesem Jahr zwei Rennwochenenden vor dem Ende den Titel einzufahren, ist fantastisch. Dreimal Weltmeister, einfach unglaublich!", so die ersten Worte des alten und neuen Weltmeisters. "Ich möchte mich bei Yvan, dem Team und allen bei Citroen bedanken." Auf den geschenkten Sieg für Muller angesprochen sagt Lopez: "Ich wusste nicht so recht, was ich machen sollte. Aber das war meine Art, mich bei ihm zu bedanken."

Abgesehen vom Platztausch der beiden Citroen-Werksfahrer verlief das Rennen an der Spitze recht unspektakulär. Mehdi Bannani (SLR-Citroen) fuhr zwar lange dicht hinter dem Drittplatzierten Monteiro, fand jedoch keinen Weg am Portugiesen vorbei. Mit Rang vier feierte Bennani aber einen weiteren Sieg in der Privatfahrerwertung.

Dahinter ging es deutlich unterhaltsamer zur Sache. Eine Gruppe von zeitweise fünf Fahrern kämpfte um die Positionen fünf bis neun. Mehrfach kam es zu Überholmanövern, nicht immer ging es ohne Lackaustausch über die Bühne. Am Ende setzte sich WTCC-Rückkehrer Nestor Girolami durch und fuhr an seinem ersten Rennwochenende in Diensten von Volvo auf einen starken fünften Platz. Hinter ihm kamen Tom Chilton (SLR-Citroen), Thed Björk (Volvo) sowie die beiden Honda-Piloten Norbert Michelisz und Rob Huff ins Ziel, die in der Schlussphase den Anschluss an die Kampfgruppe verloren.

Heiße Kämpfe im Mittelfeld

Um den letzten Platz in den Top 10 wurde ebenfalls entschlossen gekämpft. James Thompson (Münnich-Chevrolet) raufte sich mit den beiden Lada-Fahrern Gabriele Tarquini und Nick Catsburg um den letzten WM-Punkt, hatte am Ende aber das nachsehen und kam hinter den beiden Vesta-Piloten auf Rang zwölf ins Ziel.

Weiter geht es mit der Tourenwagen-WM in drei Wochen. Vom 23. bis 25. September stehen auf dem Formel-1-Kurs von Schanghai in China die Saisonrennen 19 und 20 auf dem Programm.

Video - Moto3 - WM-Spitzenreiter Binder im Siegerinterview

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