Die Olympiasieger von morgen kennen lernen

Die Gymnasiade gilt als Qualifikations-Sprungbrett für die Olympischen Jugend-Sommerspiele, die vom 6. bis 18. Oktober 2018 in Buenos Aires ausgetragen werden. Zudem ist sie das Event, um künftige Medaillengewinner zu erleben:
- Kevin Mayer (Frankreich): Teilnahme an der Gymnasiade 2009 in Doha (Katar). Für den Zehnkämpfer bildete die Gymnasiade die Startrampe für seine Karriere: Vize-Olympiatitel 2016 in Rio und Goldmedaille bei der Leichtathletik-WM 2017 in London.
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- Rebeca Andrade de Rodrigues (Brasilien): Die Turnerin holte Einzelgold und Mannschaftssilber bei der Gymnasiade 2013 in Brasilia; anschließend Teilnahme an den Olympischen Spielen 2016 in Rio.
- Flavia Lopes Saraiva (Brasilien): Mehrere Golderfolge in der Einzelwertung und eine Silbermedaille in der Mannschaftswertung bei der Gymnasiade 2013 in Brasilia; anschließend nahm die Turnerin an den Olympischen Jugendspielen 2014 und den Olympischen Spielen 2016 in Rio teil.

Neu im Programm: die künftige olympische Disziplin Surfen

Bei der diesjährigen Gymnasiade geben mit Boxen, Radfahren, Golf, Pétanque, Taekwondo und Surfen sechs Sportarten ihren Einstand. Da Surfen zudem seine olympische Premiere in Tokio 2020 haben wird, dürfte der neuen Disziplin besondere Aufmerksamkeit zuteil werden, und auch die Gymnasiade-Teilnehmer sollte man genauer unter die Lupe nehmen. Insgesamt wird damit das Programm auf 18 Sportarten erweitert.

Riner und El-Gerrouj als prominente Botschafter

Zu den namhaften Gästen gehört dieses Mal der zweifache Olympiasieger Hicham El-Gerrouj. Der ehemalige marokkanische Mittel- und Langstreckenläufer gibt seine sportlichen Erfahrungen an die jungen Athleten weiter. Denn zweimal "patzte" er im entscheidenden Moment: im 1500-m-Finale in Atlanta 1996 erlitt er einen Sturz und in Sydney 2000, wo er als Favorit auf den Sieg galt, musste er sich mit Silber begnügen. Erst in Athen 2004 krönte er seine Karriere mit zweifachem Gold über 1500 m und 5000 m. Auch der Doppel-Olympiasieger im Judo, Teddy Riner (Frankreich), und die Bronzemedaillengewinnerin in Rhythmischer Sportgymnastik, Marta Pagnini (Italien), sind unter den Botschaftern.

Der große Testlauf für Marokko

Eineinhalb Monate vor der Vergabe der Fußball-WM 2026 hat Marokko noch einmal die Gelegenheit, sich als Bewerberland zu profilieren und seiner Kandidatur gegen das Trio aus Kanada, den USA und Mexiko Gewicht zu verleihen. Das Königreich setzt also alles daran, bei der Generalprobe erfolgreich abzuschneiden. Angesichts von 50 teilnehmenden Nationen wird sich die FIFA die Gymnasiade im Hinblick auf Athleten- und Besucherbetreuung, Koordinierung von ehrenamtlichen Helfern sowie die Infrastruktur zwischen Marrakesch und Casablanca genau anschauen.

Austausch im Kultur- und Bildungsbereich

Für die Jugendlichen sind die Begegnungen mehr als Wettkämpfe, denn die Gymnasiade fördert nicht zuletzt auch den kulturellen und pädagogischen Austausch. So werden den jungen Athleten zum Beispiel Workshops zu verschiedenen Themen angeboten, darunter zur Rolle des Sports als Mittel der Völkerverständigung und der Gleichheit sowie zur Dopingbekämpfung.
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