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Kein Tag wie jeder andere: Steffen schwimmt zu Olympiagold

Kein Tag wie jeder andere: Steffen schwimmt zu Olympiagold
Von Eurosport

14/08/2019 um 23:19

Kein Sport-Tag wie jeder andere: Jubiläen & Rekorde, Feiertage & Dramen, großes Kino & vergessene Helden: Unser täglicher Blick zurück in die Sportgeschichte - heute mit Britta Steffen.

15. August

Es war einer der bisher letzten großen Erfolge für die deutschen Beckenschwimmer bei Olympischen Spielen. Am 15. August 2008 gewann Britta Steffen bei den Sommerspielen in Peking die Goldmedaille über 100 Meter Freistil.

In neuem Olympischem Rekord von 53,12 Sekunden verwies die Brandenburgerin Lisbeth Trickett aus Australien mit vier Hundertstelsekunden Vorsprung auf den zweiten Rang. Bronze gewann Nathalie Coughlin aus den USA in 53,39 Sekunden.

Da die viertplatzierte Finnin Hanna-Maria Seppälä bereits deutlich zurücklag, wusste Steffen schon mit dem Anschlag, dass sie eine Medaille sicher hatte. "Ich habe mir erst gedacht, genieße diesen Augenblick, egal was es geworden ist", wird sie in der "Welt" zitiert. Dann habe sie sich zur Anzeigetafel umgedreht und gesehen:

"Haha, tatsächlich gewonnen. "

Die Goldmedaille war das krönende Finale einer starken Aufholjagd. Die damals 24-Jährige, die nicht als die schnellste Starterin gilt, lag zur Hälfte des Rennens noch auf dem letzten Platz, überholte auf den zweiten 50 Metern dann aber eine Kontrahentin nach der anderen.

Es war daher die größere Überraschung, dass sie zwei Tage später in 24,06 Sekunden auch noch den Titel über die 50 Meter Freistil gewann. Steffens Goldmedaillen waren die bislang letzten Medaillen, die deutsche Beckenschwimmer bei Olympia aus dem Pool gefischt haben. Sowohl in London 2012 als auch in Rio 2016 gab es kein Edelmetall, ein Trend, den Florian Wellbrock und Co. in Tokio wieder ändern wollen.

Britta Steffen

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