Am 27. Februar 2010 gewannen die deutschen Eisschnelllauf-Damen um Anni Friesinger-Postma in Vancouver Gold in der Teamverfolgung. Im Finale waren Daniela Anschütz-Thoms, Stephanie Beckert und Katrin Mattscherodt zwei Hundertstelsekunden schneller als Japan.
Für die Szene des Wettbewerbs sorgte aber eine Läuferin, die im Finale nicht mehr zum Einsatz kam: Nach schwieriger Saison startete Friesinger-Postma als Außenseiterin bei ihren letzten Olympischen Spielen. Zu einer weiteren Medaille in den Einzelwettbewerben sollte es nicht reichen.
Im Halbfinale der Teamverfolgung gegen die USA erlebten die deutschen Damen und allen voran Friesinger-Postma ein Wechselbad der Gefühle. Lange sah es nach einem klaren Sieg für Deutschland aus, dann gingen Friesinger-Postma langsam die Kräfte aus.
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Die Deutsche strauchelte in der Schlussrunde, stürzte auf der Zielgeraden und rutschte mit Schwimmbewegungen ins Ziel. Friesinger-Postma schlug wütend mit der Faust aufs Eis – um wenige Augenblicke später in Jubel auszubrechen. Denn trotz des Sturzes hatte es zum Sieg gereicht!
Geistesgegenwärtig hatte Friesinger-Postma das Bein nach vorne gerissen. Beim Eisschnelllauf ist die Schlittschuhspitze für die Zeitmessung entscheidend. Der Einsatz lohnte sich: Deutschland war 17 Hundertstel schneller als die USA.

Daniela Anschütz-Thoms, Katrin Mattscherodt, Stephanie Beckert und Anni Friesinger-Postma jubeln über Gold in Vancouver 2010

Fotocredit: SID

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