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"Bewegende Nachricht": Breiten- und Vereinssport unter Auflagen wieder möglich

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In einigen Bundesländern ist Tennis spielen bald wieder erlaubt. In Bayern schon ab dem 11. Mai

Fotocredit: Getty Images

VonEurosport
06/05/2020 Am 17:33 | Update 06/05/2020 Am 20:10

Die Bundesregierung hat in Abstimmung mit den Bundesländern das pauschale Verbot von Sport in Zeiten der Coronakrise gelockert. Wie Bundeskanzlerin Angela Merkel am Mittwoch erklärte, sei der Sport- und Trainingsbetrieb im Breiten- und Freizeitsport unter freiem Himmel bei Einhaltung gewisser Bedingungen wieder möglich. Die Umsetzung der Lockerung obliegt den einzelnen Ländern.

Deutschland kommt wieder in Schwung, das pauschale Sportverbot in der Coronakrise ist aufgehoben: Der Bund-Länder-Gipfel in Berlin hat den Sport- und Trainingsbetrieb im Breiten- und Freizeitsport unter freiem Himmel wieder erlaubt. Gewisse Hygiene- und Abstandsregeln müssen allerdings berücksichtigt werden.

"Das ist eine bewegende Nachricht für Sportdeutschland", sagte Präsident Alfons Hörmann vom Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB): "Das bewegt 27 Millionen Mitglieder und 90.000 Vereine nicht nur körperlich, sondern auch emotional. Nach Wochen der verordneten Bewegungslosigkeit beginnt nun die schrittweise Rückkehr zur 'neuen Normalität'."

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Die Bedingungen für die Wiederaufnahme wurden zuvor von den Sportministern der Bundesländer festgelegt. Diese vereinbarten, dass ein ausreichend großer Personenabstand von 1,5 Metern gewährleistet sein muss und der Sport kontaktfrei ausgeübt wird.

Bundesländern müssen ihre Öffnungs-Konzepte beraten

Im großen Stil gab der Bund die Verantwortung für die jeweiligen Maßnahmen der Lockerungen an die Länder weiter. Bundeskanzlerin Angela Merkel sagte, dass die Bundesländer "ihre Konzepte und jeweiligen Schritte zur weiteren Öffnung" nun beraten müssten.

Die Länder müssen prüfen, ob der Sportbetrieb in öffentlichen und privaten Indoor-Sportanlagen, in Schwimm- und Spaßbädern, in Fitnessstudios und ähnlichen Einrichtungen möglich ist. Auch über die Wiederaufnahme von Wettkampf- und Leistungssport befinden die Länder.

Bayern erlaubt kontaktfreie Sportarten ab 11. Mai

Einige Bundesländer haben ihre Lockerungen schon präsentiert. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder kündigte an, dass ab dem 11. Mai kontaktfreie Individualsportarten mit Abstand wieder erlaubt seien. Dazu zählten Tennis, Leichtathletik, Golf, Segeln, Reiten (auch in der Halle) und Flugsport.

Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann will ab kommender Woche wieder kontaktlosen Outdoorsport erlauben. Damit sei Sport im Freien gemeint, bei dem die Abstandsregeln problemlos eingehalten werden könnten wie Golf, Leichtathletik und Tennis. In Hamburg ist seit Dienstag die Nutzung von Sportanlagen bei der Ausübung von Individualsportarten im Freien wieder möglich. Als Beispiele nannte Sportsenator Andy Grote (SPD) Leichtathletik, Wassersport, Tennis und Golf.

Berlin: Betriebsverbot auf Sportanlagen bleibt vorerst bestehen

In Berlin bleibt der Sportbetrieb auf allen öffentlichen und privaten Sportanlagen, in Schwimmbädern und Fitnessstudios grundsätzlich untersagt. Eine Ausnahme dieses Verbots gilt seit dem 22. April für die Ausübung von kontaktlosem Sport auf Sportanlagen im Freien.

Der Verein Athleten Deutschland e.V. verwies darauf, dass die Wiederaufnahme des Wettkampfbetriebs nicht zu einer Überbelastung der Sportler führen dürfe. "Eine Ballung nachzuholender Wettbewerbe muss unter sportmedizinischen Gesichtspunkten streng reglementiert werden", teilte der Verein mit, zumal noch nicht geklärt sei, ob eine Überbelastung eine Corona-Infektion begünstigen könne.

DOSB rechnet mit Minus von rund einer Milliarden Euro für den deutschen Sport

Der DOSB lässt gerade den Schaden der Verbände und Vereine ermitteln, Hörmann rechnet insgesamt mit einem Minus von rund einer Milliarde Euro für den Sport in Deutschland. Am Mittwoch jedoch war der DOSB-Chef zufrieden: "Die bundesweite Wiedereröffnung des Vereinssports unter klaren Regeln ist ein ermutigendes und enorm wertvolles Signal der Politik an Sportdeutschland."

Am Mittwochabend beschloss das DFL-Präsidium, dass die Bundesliga am 15. Mai fortgesetzt wird. Die 36 Profiklubs der 1. und 2. Bundesliga wurden darüber in einem Rundschreiben informiert.

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