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Kein Tag wie jeder andere: Die Revanche für Wembley

Kein Tag wie jeder andere: Die Revanche für Wembley
Von Eurosport

14/06/2018 um 00:00Aktualisiert

Kein Sport-Tag wie jeder andere: Jubiläen & Rekorde, Feiertage & Dramen, großes Kino & vergessene Helden: Unser täglicher Blick zurück in die Sportgeschichte - heute mit der Revanche für Wembley.

14. Juni

Am 14. Juni 1970 kam es zur Revanche für Wembley. Bei der Weltmeisterschaft in Mexiko standen sich Deutschland und England im Viertelfinale gegenüber. Es wurde zu einem der denkwürdigsten Länderspiele in der Geschichte beider Mannschaften.

Mit Anpfiff des Spiels gab es einen neuen "Weltrekord". Es war der 106. Länderspieleinsatz von Bobby Charlton (Bild unten), das hatte zum damaligen Zeitpunkt noch kein anderer Spieler vorzuweisen. Zugleich war es der letzte Auftritt des Weltmeisters von 1966 für England. Nach den Titelkämpfen beendete Charlton seine Karriere in der Nationalmannschaft.

Bei Temperaturen von 35 Grad im Schatten begann das Match ausgeglichen. Alan Mullery brachte die Engländer in der 31. Minute in Führung. Nachdem Martin Peters kurz nach Beginn der zweiten Hälfte auf 2:0 erhöht hatte, sah alles nach einem Halbfinaleinzug der Engländer aus.

Kurz nachdem Franz Beckenbauer auf 1:2 verkürzt hatte, verließ Charlton das Feld. Die Engländer verloren nun zunehmend den Spielrhythmus, und Coach Alf Ramsey wurde in der Heimat vorgeworfen, durch Charltons Auswechslung die Niederlage verursacht zu haben.

Uwe Seeler brachte Deutschland durch einen Treffer in der 82. Minute in die Verlängerung. Dort sorgte Gerd Müller in der 108. Minute für die Entscheidung. Nach einer Kopfballvorlage von Hannes Löhr verwandelte Müller unmittelbar vor dem Tor stehend zum 3:2-Endstand.

Deutschland erreichte das Halbfinale. Dort folgte gegen Italien der nächste Krimi, diesmal mit schlechterem Ende für das DFB-Team, das die WM als Dritter beendete.

1970 World Cup England Bobby Charlton

1970 World Cup England Bobby CharltonImago

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