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Kein Tag wie jeder andere: Der Tod von Robert Enke

Kein Tag wie jeder andere: Der Tod von Robert Enke
Von Eurosport

10/11/2018 um 00:06

Kein Sport-Tag wie jeder andere: Jubiläen & Rekorde, Feiertage & Dramen, großes Kino & vergessene Helden: Unser täglicher Blick zurück in die Sportgeschichte - heute mit Robert Enke.

10. November

Es war einer der schwärzesten Tage im deutschen Fußball. Am 10. November 2009 starb Robert Enke. Der damals 32-jährige Keeper von Hannover 96 litt unter Depressionen und setzte seinem Leben ein Ende.

Wie die Polizei nach Abschluss der Ermittlungen mitteilte, habe Enke seinen Wagen in der Nähe eines Bahnübergangs abgestellt. Anschließend sei er die Gleise entlang gegangen, bis er von einem Regionalzug erfasst wurde.

Enke begann seine Bundesligakarriere bei Borussia Mönchengladbach. 1999 wagte er den Wechsel ins Ausland und wurde zum Stammtorhüter bei Benfica Lissabon. Anschließend verpflichtete ihn der FC Barcelona, für den er jedoch nur ein Pflichtspiel absolvierte. Enke gab schließlich zu, während seiner Zeit in Barcelona unter Versagensängsten und ersten Anzeichen der Depressionen gelitten zu haben.

Mit seinem Wechsel zu Hannover 96 im Jahr 2004 rückte Enke in der deutschen Öffentlichkeit zunehmend in den Fokus. Für den niedersächsischen Klub stand der gebürtige Jenaer insgesamt 164 Mal zwischen den Pfosten. Joachim Löw berief ihn 2007 in die DFB-Nationalmannschaft, für die er in seiner Karriere insgesamt achtmal auf dem Platz stand.

2006 erlitt Enke einen schweren privaten Rückschlag, als seine nur zwei Jahre alte Tochter Lara an einem Herzfehler starb. "Unsere Tochter war fast ein Jahr im Krankenhaus, davon ein halbes Jahr auf der Intensivstation. Das verändert die Sichtweise", wurde er vom "NDR" zitiert. Nach seinem Selbstmord hinterließ er seine Frau und eine acht Monate alte Adoptivtochter.

2009 Trauerfeier Robert Enke Bierhoff Löw Klinsmann

2009 Trauerfeier Robert Enke Bierhoff Löw KlinsmannEurosport

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