Getty Images

Kein Tag wie jeder andere: Olympisches Fehlstart-Debakel von Hingsen

Kein Tag wie jeder andere: Olympisches Fehlstart-Debakel von Hingsen
Von Eurosport

28/09/2019 um 08:53Aktualisiert 09/10/2019 um 12:29

Kein Sport-Tag wie jeder andere: Jubiläen & Rekorde, Feiertage & Dramen, großes Kino & vergessene Helden: Unser täglicher Blick zurück in die Sportgeschichte - heute mit Jürgen Hingsen.

28. September

Er hatte bei den Olympischen Spielen in Seoul 1988 Gold im Zehnkampf angestrebt. Doch am Ende erlebte Jürgen Hingsen die wohl bitterste Niederlage seiner Karriere. Am 28. September startete Hingsen, zuvor schon Silbermedaillengewinner in Los Angeles 1984, als Mitfavorit. Der Wettbewerb war jedoch für den Duisburger schon zu Ende, bevor er überhaupt angefangen hatte.

Damals wurde jeder Starter in den Laufwettbewerben der Leichtathletik erst beim dritten Fehlstart disqualifiziert. Was in den Sprints noch im Rahmen des Möglichen lag, schien im Zehnkampf, wo es nach den 100 Metern noch neun weitere Disziplinen gab, nicht vorstellbar. Doch Hingsen löste sich dreimal zu früh aus dem Startblock: Das Aus schon in der ersten Disziplin. "Damals bin ich zum Depp der Nation geworden", wird er in der Morgenpost zitiert. "Ich habe noch heute Albträume."

Ausschlaggebend sei eine Knieverletzung gewesen, die ihn im Hochsprung behinderte. "Beim Hochsprung wusste ich genau, da werde ich nur zwei Sprünge durchhalten. Von daher musste ich beim 100-Meter-Lauf, der ersten Disziplin, schon alles auf eine Karte setzen", erklärte Hingsen.

1989 trat Hingsen vom Leistungssport zurück. Seine persönliche Bestleistung von 8832 Punkten aus dem Jahr 1984 ist nach wie vor Deutscher Rekord.

Jürgen Hingsen

Jürgen HingsenImago

0
0