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Vor 15 Jahren: Gold-Krimi bei Olympia endet trotz Matchbällen im Frust

Vor 15 Jahren: Gold-Krimi bei Olympia endet trotz Matchbällen im Frust
Von Eurosport

21/08/2019 um 23:30Aktualisiert 22/08/2019 um 20:20

Kein Sport-Tag wie jeder andere: Jubiläen & Rekorde, Feiertage & Dramen, großes Kino & vergessene Helden: Unser täglicher Blick zurück in die Sportgeschichte - heute mit Nicolas Kiefer und Rainer Schüttler bei Olympia 2004 in Athen.

22. August

Am 21. August 2004 trafen Nicolas Kiefer und Rainer Schüttler im Endspiel im Doppel bei den Olympischen Sommerspielen in Athen auf die Chilenen Fernando Gonzales und Nicolas Massu. Das Match entwickelte sich zu einem echten Krimi, der erst weit nach Mitternacht, also am 22. August, entschieden wurde.

Die beiden Deutschen erwischten einen kompletten Fehlstart ins Match und lagen schnell 0:4 zurück. Den ersten Satz verloren sie schließlich mit 2:6. Den zweiten Durchgang gewannen sie mit 6:4. Der dritte Satz ging mit 6:3 an Kiefer und Schüttler.

Der vierte Satz wurde im Tiebreak entschieden und endete in einem echten Drama. Kiefer und Schüttler dominierten den Tiebreak zunächst und hatten beim Stand von 6:2 schließlich vier Matchbälle. Doch sie vergaben alle vier und mussten den Satz schließlich mit 7:9 abgeben.

Zwar kämpften sich die beiden Deutschen nach einem frühen Break gegen sie noch einmal in den fünften Satz zurück, mussten aber schließlich beim Stand von 4:4 erneut ihr Service abgeben. Massu und Gonzales nutzten das zum 6:4-Triumph im fünften Durchgang.

Die Freude über die olympische Silbermedaille stellte sich bei Kiefer und Schüttler erst später ein. Am Anfang überwog die Enttäuschung, die zum Greifen nahe Goldmedaille verpasst zu haben.

Rainer Schüttler und Nicolas Kiefer holen 2004 in Athen die Olympische Silbermedaille

Rainer Schüttler und Nicolas Kiefer holen 2004 in Athen die Olympische SilbermedailleEurosport

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