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Kein Tag wie jeder andere: Verbot des Frauenfußballs wird aufgehoben

Kein Tag wie jeder andere: Verbot des Frauenfußballs wird aufgehoben
Von Eurosport

31/10/2019 um 00:01Aktualisiert

Kein Sport-Tag wie jeder andere: Jubiläen & Rekorde, Feiertage & Dramen, großes Kino & vergessene Helden: Unser täglicher Blick zurück in die Sportgeschichte - heute mit dem Verbot des Frauenfußballs.

31. Oktober

Es war ein erster winziger Schritt hin zur Gleichberechtigung im Fußball. Am 31. Oktober 1970 hob der Deutsche Fußball-Bund (DFB) das Verbot des Frauenfußballs auf.

Etwas mehr als 15 Jahre zuvor, am 30. Juli 1955 trat besagtes Verbot seitens des DFB in Kraft. Wie der Spiegel schreibt, war es Vereinen ab diesem Zeitpunkt streng verboten, Fußballerinnen zuzulassen. Schiedsrichtern wurde untersagt, Begegnungen mit Frauen zu pfeifen.

"Im Kampf um den Ball verschwindet die weibliche Anmut, Körper und Seele erleiden unweigerlich Schaden, und das Zurschaustellen des Körpers verletzt Schicklichkeit und Anstand", zitiert die Zeitschrift die damalige Begründung des DFB.

Doch die Fußballerinnen ließen sich das nicht gefallen. Dem Verbot zum Trotz fand 1957 im Münchner Dante-Stadion ein Länderspiel zwischen einer deutschen und einer niederländischen Auswahl statt. Stolze 17.000 Fans wollten das Spiel sehen, das das deutsche Team mit 4:2 gewann.

Die anwesende Presse lobte das Spiel und kritisierte den DFB für seine Haltung. "Unästhetisch, nein, so wirkte das ganz und gar nicht", hieß es im "Kicker". "Es gibt keinen Grund, sie nicht spielen zu lassen", schrieb die "Münchner Abendzeitung".

Doch erst 13 Jahre später gab der DFB nach, und das keineswegs nur, weil man einen Irrtum eingesehen hatte. Die Frauen planten die Gründung eines eigenen Verbandes. Das wollte man beim DFB verhindern. Das Verbot wurde aufgehoben.

Die DFB-Frauen in Rio

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