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Kein Tag wie jeder andere: Die Geburtsstunde von "Vizekusen"

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Michael Ballack muss getröstet werden

Fotocredit: Imago

VonEurosport
20/05/2020 Am 05:54 | Update 20/05/2020 Am 05:54

Kein Sport-Tag wie jeder andere: Jubiläen & Rekorde, Feiertage & Dramen, großes Kino & vergessene Helden: Unser täglicher Blick zurück in die Sportgeschichte - heute mit Bayer 04 Leverkusen.

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20. Mai

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Kein Tag wie jeder andere: FC Bayern verliert "Finale dahoam"

19/05/2020 AM 05:13

Eigentlich, da waren sich die mitgereisten Leverkusener Fans sicher, konnte an diesem 20. Mai 2020 nichts mehr schiefgehen. Nicht hier, nicht in Unterhaching. Ein Anhänger präsentierte im Gefühl der Sicherheit schon ein selbst gebasteltes Konterfei von Trainer Christoph Daum, auf dem Kopf eine Krone als Zeichen des Königs, darunter die Aufschrift: "Millenium Meister".

Warum auch nicht? Bayer Leverkusen ging mit drei Punkten Vorsprung auf Bayern München in diesen letzten Bundesliga-Spieltag am 20. Mai 2000. Alles schien bereitet für den ersten Meistertitel der Vereinsgeschichte. Doch dann kam Michael Ballack.

Bitteres Eigentor von Ballack"

"Ich stand auf Höhe unseres Flankengebers Danny Schwarz und sah, wie Ballack in den Ball grätschte. Hinter ihm hatte Altin Rraklli gelauert, aber der hätte das Tor eh nicht gemacht, der traf damals eigentlich fast nur per Elfmeter, das war damals bei uns ein Running Gag", erinnerte sich Hachings Markus Oberleitner in Bayerns Vereinsmagazin "51". Ballack wollte retten und beförderte den Ball ins eigene Tor.

Wenige Kilometer entfernt im Münchner Olympiastadion wurde die Nachricht der Hachinger Führung mit Verwunderung, aber noch nicht mit Begeisterung aufgenommen. Die Bayern fegten über Werder Bremen hinweg, brauchten aber zwingend eine Leverkusener Pleite für den Titel. Doch die Werkself wird doch nicht etwa tatsächlich verlieren?

Als Oberleitner in der 72. Minute zum 2:0 für die Spielvereinigung traf, kannte die Freude im Olympiapark kein Halten mehr. "Bei diesem Tor ist das Olympiastadion so richtig explodiert", berichtete der damalige Bayern-Manager Uli Hoeneß, der auf der Bank neben Trainer Ottmar Hitzfeld bangte. 20 Minuten später war das Wunder Gewissheit, zwischen Feierstimmung und Tränenmeer lagen nur wenige Kilometer. Daum weinte in den Armen seines Sohnes.

Bittere Erinnerungen bei Calmund

Für den damaligen Leverkusener Manager Reiner Calmund ist der Tag immer noch präsent. "Ich würde lügen, wenn ich behaupten würde, dass der Name 'Unterhaching' bei mir nichts auslöst", sagte Calmund dem Kölner Express. Der Verein hatte im Vorfeld sogar edle Meister-Medaillen für die Spieler in Auftrag gegeben. Diese wurden später zum Großteil wieder eingeschmolzen.

Die Hachinger indes wurden von Bayerns Hasan Salihamidzic zur Meisterfeier eingeladen, bei der Ankunft erhielten sie lautstarken Beifall von den Stars. Für Oberleitner schloss sich ein Kreis. "Paul Breitner war ganz früher unser Nachbar, ich habe als Kind in seinem Garten gespielt, er wurde ein Mentor für mich", sagte Oberleitner über seine FCB-Vergangenheit.

Für Leverkusen war das Drama von Haching der Startschuss zum "Vizekusen"-Image, das zwei Jahre später in der verlorenen Meisterschaft sowie den Final-Niederlagen in DFB-Pokal und Champions League seinen Höhepunkt fand. Daums Zeit in Leverkusen endet wenige Monate nach dem Haching-Desaster aufgrund seiner Kokainaffäre. Der ungekrönte König war gefallen.

(SID)

Michael Ballack: Unterhachung gegen Leverkusen

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Kein Tag wie jeder andere: Final-Wunder bei Bayer, Pleite für Frankfurt

17/05/2020 AM 21:26
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