9. Februar

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Am 9. Februar 1998 machte sich Georg Hackl endgültig zur Rodel-Legende. Der damals 31-Jährige gewann die Goldmedaille im Einsitzer der Herren bei den Olympischen Winterspielen in Nagano.

Für den Berchtesgadener war es die dritte Goldmedaille hintereinander. Zuvor hatte er schon in Albertville 1992 und in Lillehammer 1994 triumphiert. Bereits 1988 in Calgary gewann er hinter dem Torgauer Jens Müller Silber. 2002 in Salt Lake City folgte hinter dem Italiener Armin Zöggeler eine weitere Silbermedaille.

In Nagano dominierte Hackl das Feld nach Belieben. In jedem Durchgang erzielte er Laufbestzeit, verwies Zöggeler mit fast fünf Zehntelsekunden Vorsprung auf Rang zwei, was eine kleine Welt im Rodeln ist. Bronzemedaillengewinner Müller hatte bereits über sechs Zehntel Rückstand.

Der Deutsche galt nicht nur in der Bahn sondern auch daneben als Perfektionist, war ein Tüftler, der beim Material nichts dem Zufall überließ. „Tage und Wochen“ habe er investiert, um „den perfekten Schlitten“ zu bauen, hieß es im Spiegel 1998. Die immer größer werdende Technisierung im Rodeln, die auch durch Hackl vorangetrieben wurde, wurde vom Weltverband FIL kurze Zeit später zwar nicht aufgehalten aber zumindest gebremst.

„Den Schlitten, mit dem ich früher in Nagano sehr schnell war, kann ich nicht mehr fahren, weil dessen Dämpfung verboten wurde“, erklärte Hackl 2004. Den Tüftler hielt das aber nicht auf.

Georg Hackl

Fotocredit: Getty Images

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