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Kein Tag wie jeder andere: Niki Laudas Feuerunfall

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Nach Niki Laudas Unfall ist von dem Ferrari nur noch ein Wrack übrig

Fotocredit: Eurosport

VonSebastian Würz
31/07/2020 Am 21:59 | Update 31/07/2020 Am 21:59

Kein Sport-Tag wie jeder andere: Jubiläen & Rekorde, Feiertage & Dramen, großes Kino & vergessene Helden: Unser täglicher Blick zurück in die Sportgeschichte - heute mit Niki Lauda.

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"Ich habe meinen eigenen Unfall im Fernsehen angesehen, um überhaupt zu wissen, was eigentlich passiert ist. Da habe ich mir das angeschaut und gedacht: Da hat einer einen irrsinnigen Unfall, da haut es einen so richtig auf." Mit diesen Worten beschrieb Niki Lauda später gegenüber dem "Spiegel" seinen schweren Unfall auf dem Nürburgring.

Beim Rennen am 1. August 1976 startete der Österreicher als Zweiter. Doch schon in der ersten Runde kamen fast alle Fahrer an die Box, um von Regenreifen auf Slicks zu wechseln, darunter auch Lauda im Ferrari. Nach einem eher missglückten Boxenstopp fiel der Weltmeister von 1975 ins Mittelfeld zurück. Der damals 27-Jährige arbeitete sich in der zweiten Runde durchs Feld nach vorne, überholte einen Kontrahenten nach dem anderen.

Aber beim Streckenabschnitt "Bergwerk" riss es den Ferrari plötzlich nach außen. Lauda prallte gegen einen Erdhügel, und das ausgelaufene Benzin entzündete sich in Sekundenschnelle. Seine Kollegen Harald Ertl, Arturo Merzario, Brett Lunger und Guy Edwards befreiten Lauda aus dem Wrack.

Der Österreicher verlor beim Crash seinen Helm, zog sich hochgradige Verbrennungen im Gesicht zu und verlor einen Teil seines Ohres. Aufgrund schwerer Verätzungen der Lunge kämpfte er Tage um sein Leben.

Doch nur 42 Tage nach dem Unglück fuhr Lauda in Monza wieder ein Rennen und wurde Vierter. Er hatte damit weiterhin die Chance auf den WM-Titel, gab beim Saisonfinale in Fuji bei strömendem Regen aus Sicherheitsgründen jedoch auf.

"Man kann sich nach einem solchen Unfall sicherlich nicht wieder hineinsetzen, alles vergessen und glauben, dass das nie passiert ist. Ich glaube, man muss dann wieder Vertrauen in seine eigene Leistung finden. Die Angst überwinden kann man nur mit Vertrauen", sagte Lauda.

Niki Lauda nach dem Unfall

Fotocredit: SID

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