Der 1. FC Köln und Borussia Mönchengladbach lagen vor dem letzten Spieltag der Saison 1977/78 punktgleich an der Tabellenspitze der Fußball-Bundesliga. Die Kölner hatten aber die um zehn Treffer bessere Tordifferenz. Was sollte also bei einem eigenen Sieg beim FC St. Pauli noch schiefgehen?
Doch dann mussten die Kölner am 29. April 1978 trotz ihres 5:0-Erfolges zwischenzeitlich noch einmal kräftig zittern. Die Gladbacher überrannten im Düsseldorfer Rheinstadion Borussia Dortmund und führten nach 22 Minuten schon mit 4:0.
Auch in der Folge setzten die Fohlen ihren Sturmlauf fort. Der BVB mit Torhüter Peter Endrulat war völlig überfordert. Trainer Otto Rehhagel appellierte in der Pause an die Ehre seiner Spieler. Doch es half nichts. Nach 66 Minuten stand es 9:0, während Köln nur 2:0 vorne lag.
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"Von der Ersatzbank rief man uns ständig zu, wie viel Tore wir noch machen mussten, um Köln zu packen", sagte Jupp Heynckes später einmal.

Konsequenzen für Rehhagel und Spieler

Als es dann 9:0 gestanden habe und man ihnen zurief, dass nur noch drei Tore fehlten, antwortete Heynckes: "Habt Ihr sie nicht mehr alle?"
Die drei Tore gelangen dennoch, am Ende stand mit 12:0 der bis heute höchste Bundesligasieg. Heynckes erzielte fünf Treffer. Doch der Titel ging an Köln.
Rehhagel hieß danach "Otto Torhagel" und wurde am nächsten Tag entlassen. Der BVB belegte die Dortmunder Spieler aufgrund mit einer Strafe von jeweils 2000 Mark.
(mit SID)

Heynckes trifft zum 2:0.

Fotocredit: Imago

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