Als sich John Isner aus den USA und der Franzose Nicolas Mahut am 22. Juni 2010 bei ihrem Erstrundenmatch in Wimbledon gegenüberstanden, ahnte noch niemand, dass ein Stück Tennis-Geschichte geschrieben werden sollte.
Erst zwei Tage später, am 24. Juni, konnte das bislang längste Match der Tennis-Geschichte überhaupt beendet werden.
Nachdem am Abend des 22. Juni beide Spieler jeweils zwei Sätze für sich entschieden hatten, wurde die Begegnung abgebrochen und am 23. Juni fortgesetzt.
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Da es im entscheidenden fünften Durchgang in London damals keinen Tiebreak gab, musste so lange weitergespielt werden, bis einer der Profis zwei Spiele Vorsprung hatte. Doch keiner der starken Aufschläger ließ sich sein Service abnehmen. Und es ging weiter und weiter.

Anzeigetafel versagt

Beim Stand von 47:47 versagte die elektronische Anzeigetafel. Bei 59:59 brach erneut die Dunkelheit über dem Platz ein, und die Entscheidung des Matches musste auf den 24. Juni verlegt werden. Zu dem Zeitpunkt hatte es die Partie längst in die Topnews des Sports geschafft, und das gegen harte Konkurrenz wie die Fußball-WM in Südafrika.
Nach 11:05 Stunden reiner Spielzeit verwandelte Isner schließlich seinen Matchball zum 70:68. Die alte "Bestmarke" von 6:33 Stunden aus einem Match zwischen den Franzosen Fabrice Santoro und Arnaud Clément in Roland Garros wurde förmlich pulverisiert. Alleine der fünfte Satz zwischen Isner und Mahut dauerte mit 8:11 Stunden deutlich länger.
"Ich bin ein bisschen müde", sagte Isner nach dem Match. Der US-Amerikaner hatte nach dem Kraftakt in der zweiten Runde keine Chance und unterlag dem Niederländer Thiemo de Bakker klar.

John Isner, Nicolas Mahut

Fotocredit: Imago

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