Er ist einer der berühmtesten Treffer der Welt, obwohl er eigentlich keiner war. Am 30. Juli 1966 fiel im Endspiel der Fußball WM in England das legendäre "Wembley-Tor".
Die Gastgeber und Deutschland standen sich im Finale im Londoner Wembley-Stadion gegenüber. Nach 90 Minuten stand es 2:2. Die Partie ging in die Verlängerung. In der 101. Minute schoss der Engländer Geoff Hurst den Ball aus kurzer Distanz an die Unterkante der Latte. Der Ball prallte zurück auf den Platz. Vor oder hinter die Linie - das war die Frage.
Der Schweizer Schiedsrichter Gottfried Dienst erkundigte sich bei Linienrichter Tofik Bachramow aus Aserbaidschan und entschied anschließend auf Tor. Die Engländer jubelten. Die Deutschen protestierten vergebens. Nach einem weiteren Tor von Hurst in der 120. Minute sicherten sich die Gastgeber schließlich ihren ersten und bislang einzigen WM-Titel.
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Die Diskussion darüber, ob der Treffer regulär war, hielt noch Jahrzehnte an. Im Mai 2006 wurde schließlich die Auswertung einer Studie präsentiert, die zweifelsfrei belegte, dass der Ball nicht hinter der Linie war. Benutzt wurden dazu Bilder einer Kamera, die sich auf Höhe der Torauslinie befand.

Das Wembley-Tor

Fotocredit: Eurosport

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