Es war eine der knappsten Entscheidungen in der Olympischen Leichtathletik-Geschichte. Am 3. August 2012 entschieden drei Zentimeter über Gold und Silber im Kugelstoßen.
Mittendrin im Kampf um den Olympiasieg war David Storl. Der Deutsche wurde ein Jahr zuvor im südkoreanischen Daegu völlig überraschend Weltmeister. Ach in London war er nicht Topfavorit. Die US-Amerikaner hatten zuvor die Saison dominiert.
Aber erneut begann der damals 22-Jährige glänzend. Mit 21,84 Metern überbot er gleich im ersten Versuch seine persönliche Bestleistung von Daegu um sechs Zentimeter. Im zweiten Durchgang legte er noch einmal zwei Zentimeter auf seine Weite drauf.
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Im dritten Versuch aber konterte der Olympiasieger von Peking 2008. Mit 21,87 Metern war Tomasz Majewski aus Polen genau einen Zentimeter weiter als Storl. Der Deutsche verletzte sich in der dritten Runde leicht am Bein, konnte nicht mehr kontern.
Auch die Konkurrenz kam nicht mehr an Majewski heran. Im sechsten Versuch, als er bereits als Olympiasieger feststand, steigerte er sich noch einmal auf 21,89 Metern und blieb drei Zentimeter vor Storl. Die favorisierten US-Amerikaner blieben deutlich hinter ihren Saisonbestleistungen zurück. Reese Hoffa blieb mit 21,23 Metern aber immerhin noch die Bronzemedaille.

David Storl bei Olympia 2012 in London

Fotocredit: Imago

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