Es sollte ein Fußball-Fest werden, es wäre fast in einer Tragödie geendet. Kurz nachdem sich die Spieler von Borussia Dortmund in ihrem Mannschaftsbus auf den Weg zum Viertelfinal-Hinspiel in der Champions League gegen AS Monaco im Signal Iduna Park gemacht hatten, explodierten am 11. April 2017 drei Sprengsätze.
Glück im Unglück: Nur zwei der 28 Insassen wurden verletzt. Spieler Marc Bartra erlitt einen Armbruch sowie Fremdkörpereinsprengungen, ein begleitender Polizist ein Knalltrauma.
Nach dem Motto "Die Show muss weitergehen" wurde die Begegnung für den nächsten Tag neu angesetzt, der BVB verlor 2:3. "Wir sind keine Tiere, wir sind Menschen, die Familie und Kinder zu Hause haben. Ich fühle mich wie ein Tier, nicht wie ein Mensch", klagte Abwehrspieler Sokratis danach.
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Der Anschlag war auch der Anfang vom Ende der Trainertätigkeit von Thomas Tuchel in Dortmund. Er entzweite sich mit Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke, der schnelle Nachholtermin sorgte für Ärger.
Der Angeklagte Sergej W. wurde inzwischen wegen versuchten Mordes, Herbeiführung einer Sprengstoffexplosion und gefährlicher Körperverletzung zu einer Freiheitsstrafe von 14 Jahren verurteilt. Die Staatsanwaltschaft hatte eine lebenslange Freiheitsstrafe gefordert.
In dem Prozess hatte der Angeklagte die Tat zugegeben, aber jegliche Tötungsabsicht bestritten. Vielmehr hatte er erklärt, dass er mit Optionsscheinen auf einen Kurssturz der Aktie gewettet und sich einen Gewinn von einigen Zehntausend Euro erhofft habe.
(SID)

Borussia Dortmunds Bus

Fotocredit: Eurosport

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