'Das größte Sport-Event in der Geschichte' - so zumindest wird der Kampf zwischen Joe Frazier und Muhammad Ali in den USA noch heute gesehen. Das Duell der beiden Schwergewichtsboxer am 8. März 1971 im Madison Square Garden elektrisierte die Massen, auch, weil es um mehr als nur Sport ging.
Ali kehrte Anfang 1971 nach seiner fünfjährigen Sperre wegen Kriegsdienstverweigerung, die ihn den Weltmeister-Titel gekostet hatte, wieder in den Ring zurück: In herausragender Form, aber auch polarisierend - gerade auch politisch inmitten der Wirren des Vietnam-Kriegs. Der während der Zwangspause Alis zur neuen Nummer eins aufgestiegene Frazier hingegen galt weit weniger als Reizfigur.
Die Kampfbörse von garantierten 2,5 Millionen US-Dollar für jeden der Kämpfer sprengte zu dieser Zeit alle Dimensionen, die restlos ausverkaufte berühmte Kampfstätte in New York war elektrisiert. Den Fight dominierte Frazier, insbesondere in den letzten Runden. Ali musste viele Schläge einstecken, ging in der 15. Runde zu Boden und verlor klar nach Punkten.
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Es war Alis erste Profi-Niederlage, die aber seine Rückkehr an die Spitze des Boxsports nur vorübergehend stoppte. Frazier blieb bis zu seiner Niederlage 1973 gegen George Foreman in Besitz des WM-Gürtels. Ali holte sich den Titel dann 1974 gegen Foreman in Zaire, zehn Jahre nach seinem ersten WM-Coup 1964.

Ali vs Frazier: New York 1971

Fotocredit: Getty Images

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