Der 28. Juli 1962 war einer der wichtigsten Tage in der Geschichte des deutschen Fußballs. Im Goldsaal der Dortmunder Westfalenhalle wurde die Gründung der Bundesliga beschlossen.
Die Entscheidung stand lange auf der Kippe. Von den 127 Delegierten mussten mindestens zwei Drittel für die, wie es in der Tagesordnung genannt wurde, "Einführung einer zentralen Spielklasse mit Lizenzspielern" stimmen. Das galt keineswegs als sicher.
Presseberichte von damals sind sich darüber einig, dass Hermann Neuberger, damals Vertreter des Saarlands und später DFB-Präsident, mit einer laut der "Westfälischen Rundschau" "flammenden Rede" für die Wende gesorgt habe. Um 17:44 Uhr wurde das Ergebnis der Abstimmung bekanntgegeben. Mit 103:26 Stimmen war die Einführung der Bundesliga beschlossene Sache.
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"Diese Entscheidung macht mich froh. Endlich haben wir sie", sagte der damalige Bundestrainer Sepp Herberger gegenüber dem "DFB-Journal". Herberger galt als langjähriger Befürworter einer zentralen deutschen Liga, wollte schon 1939 eine sogenannte "Reichsliga" durchsetzen.
16 Klubs gehörten 1963/64 zu den Gründungsmitgliedern der Bundesliga. Erster deutscher Meister wurde der 1. FC Köln. Die ersten Absteiger waren Preußen Münster und der 1. FC Saarbrücken.

Einer der Befürworter der Bundesliga: Sepp Herberger

Fotocredit: Eurosport

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