Dieser Tag markiert einen der dunkelsten Momente des deutschen Handballs. Am 3. März 2009 stirbt der 20-jährige Sebastian Faißt vom Bundesligisten TSV Dormagen während eines Spiels der U21-Nationalmannschaft im schweizerischen Schaffhausen.
In der 34. Spielminute brach Faißt beim Zurücklaufen ohne Einfluss eines Gegners zusammen. Nach dem Sturz kam der 20-Jährige noch einmal kurz zu Bewusstsein und habe gesagt: "Es geht einigermaßen. Aber ich kann nicht richtig sehen." Dann habe sich sein Zustand rapide verschlechtert. Der deutsche Mannschaftsarzt Kurt Steuer und ein Notarzt versuchten eine Stunde lang vergeblich, ihn wiederzubeleben.
Eine Obduktion des Instituts für Rechtsmedizin der Universität Zürich ergab, dass es sich um einen natürlichen Tod handelte; Faißt starb an Herzversagen. In der Halle spielten sich damals dramatische Szenen ab. Das Spiel lief zunächst weiter, während die Ärzte den bewusstlosen Faißt in der Kabine behandelten.
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Als die Todesnachricht nach draußen drang, beendete der Schiedsrichter die Partie kurz nach Anpfiff der zweiten Halbzeit. Trainer und Spieler brachen in Tränen aus, sie mussten von Psychologen betreut werden.
Faißt zählte zu den hoffnungsvollsten deutschen Handball-Talenten im rechten Rückraum. Zu Saisonbeginn war er vom Regionalligisten HSG Konstanz zum TSV Dormagen gewechselt. Zuvor hatte er in Schutterwald und Alpirsbach gespielt. Wenige Tage nach dem Drama wäre Faißt 21 Jahre alt geworden.

Faißt

Fotocredit: Imago

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