Er wurde schon als 18-Jähriger zum Hoffnungsträger erkoren. Felix Neureuther gab sein Debüt im alpinen Skizirkus während einer lange anhaltenden Krise der deutschen Männermannschaft, aus der der Sohn berühmter Eltern das Team im Alleingang herausfahren sollte.
Der endgültige Durchbruch in die Weltspitze gelang dem Partenkirchener allerdings zunächst nicht. Neureuther galt als instabil. Beachtliche Leistungen wechselten sich regelmäßig mit Ausfällen und schweren Fahrfehlern ab. Der erste Weltcupsieg ließ auf sich warten – bis zum 24. Januar 2010.
Dann siegte der damals 25-Jährige ausgerechnet im Ski-Mekka schlechthin. Neureuther gewann dem Slalom am Ganslernhang in Kitzbühel, blieb 39 Hundertstelsekunden vor dem zweitplatzierten Franzosen Julien Lizeroux und fast eine Sekunde vor Giuliano Razzoli aus Italien, der Dritter wurde.
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"Ich bin selber fertig. Ich habe so gekämpft und war kurz vorm Aufhören. Das ist wirklich unbeschreiblich. Wenn man denkt, vor drei Wochen hieß es noch, der Junge muss um die Olympiaquali kämpfen und jetzt gewinne ich Kitzbühel. Was Schöneres gibt es eigentlich gar nicht", sagte der sichtlich gerührte Neureuther nach dem Rennen: "Dass ich das ausgerechnet in Kitzbühel schaffe, ist unfassbar. Das macht so stolz, das kann man sich nicht vorstellen."
In seiner Karriere gewann er noch zwölf weitere Weltcuprennen und ist damit bislang erfolgreichster Deutscher. 2014 war er ein zweites Mal in Kitzbühel erfolgreich. Bei Weltmeisterschaften brachte er es auf insgesamt fünf Medaillen, darunter drei im Slalom.

Felix Neureuther in Kitzbühel 2010

Fotocredit: Imago

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