Trotz der Erfolge von Britta Steffen, Marco Koch, Florian Wellbrock und Paul Biedermann bleibt sie der Name, den man in Deutschland am meisten mit dem Schwimmsport in Verbindung bringt: Franziska van Almsick. Der Stern der Berlinerin ging am 26. Juli 1992 bei den Olympischen Sommerspielen in Barcelona auf.
Die damals erst 14-Jährige war die Jüngste in der deutschen Olympiamannschaft. Heute hätte sie noch gar nicht starten dürfen, denn die seit 1997 geltenden Regeln sehen vor, dass man im Schwimmen im Jahr der Spiele mindestens 16 werden muss, um teilnehmen zu dürfen.
Gleich am ersten Wettkampftag, dem 26. Juli, stand van Almsick im Finale über 100 Meter Freistil. Sie gewann Bronze und rückte sofort in den Mittelpunkt der Berichterstattung. Die Presse bezeichnete sie aufgrund ihres Alters und Aussehens als Mischung zwischen Claudia Schiffer und Pumuckl. Auch die naheliegende Bezeichnung "Goldfisch" bekam van Almsick zugeschrieben, obwohl sie streng genommen in Barcelona kein Gold gewann, sondern zweimal Silber und zweimal Bronze.
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Die ersten großen Titel sollten ein Jahr später folgen, als van Almsick bei den Europameisterschaften in Sheffield insgesamt sechsmal Gold holte. 1994 wurde sie Weltmeisterin über 200 Meter Freistil in Rom, nachdem sie als Neunte eigentlich den Endlauf verpasst hatte, ihre Teamkollegin Dagmar Hase aber zugunsten van Almsicks verzichtete. Der Traum vom Olympiasieg erfüllte sich für van Almsick allerdings nicht, die in ihrer Karriere bei den Spielen insgesamt viermal Silber und sechsmal Bronze gewann.

Swimming 1992 van Almsick

Fotocredit: Imago

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