Gleich zweimal gab es an einem 7. August eine Olympische Sternstunde für deutsche Leichtathletik-Stars. Sowohl Heike Drechsler als auch Robert Harting vergoldeten ihre Karriere.
Drechsler ging als große Favoritin in die Entscheidung bei den Olympischen Sommerspielen 1992. "Das rhythmische Klatschen kurz vor dem Sprung jedoch hat mich nervös gemacht", gestand sie beim "Top Magazin Frankfurt".
Sie habe das Publikum daher um Ruhe gebeten. "In diesem Moment gab es nur noch mich, meinen Körper und das alles entscheidende Brett", so Drechsler.
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Und es zahlte sich aus. Mit 7,14 Metern sprang sie zwei Zentimeter weiter als die Ukrainerin Inessa Kravets, die für die GUS startete. Bronze ging an Jackie Joyner-Kersee aus den USA mit 7,07 Metern.

Heike Drechsler in Barcelona

Fotocredit: Imago

Harting behält die Nerven

Auch Harting war in London 2012 nach dem Saisonverlauf in der Favoritenrolle. Und der Berliner lieferte auf beeindruckende Weise ab.
Alle seiner fünf gültigen Versuche waren im Bereich zwischen 66,45 Meter und 68,27. Und dennoch wurde es eng. Denn der Irani Ehsan Haddadi überzeugte gleich in Versuch eins mit 68,18 Metern.
Harting blieb lange knapp hinter der Weite Haddadis zurück. Aber im fünften Versuch gelang ihm der Konter: 68,27 Metern. Neun Zentimeter weiter und Gold.
Als feststand, dass im letzten Versuch niemand mehr kontern konnte, kannte der Jubel keine Grenzen. In die Erinnerung der Fans prägte sich vor allem Hartings Lauf über die Hürden mit der deutschen Fahne ein.

Robert Harting

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