Für viele Fußballfans war es eines der denkwürdigsten Pokalfinals aller Zeiten. Am 23. Juni 1973 standen sich Borussia Mönchengladbach und der 1. FC Köln vor 70.000 Zuschauern im ausverkauften Düsseldorfer Rheinstadion gegenüber.
Für den wohl größten Star im Team, Günter Netzer, war es der letzte Auftritt überhaupt im Trikot der Gladbacher. Nach Saisonende wechselte der damals 28-Jährige zu Real Madrid.
Trainer Hennes Weisweiler stellte Netzer zunächst nicht auf. Doch die Fans auf den Rängen forderten ihr Idol. Als Herbert Neumann nach früher Gladbacher Führung in der 40. Minute zum 1:1 für Köln traf, wurden die Rufe immer lauter. Weisweiler wollte Netzer einwechseln, doch der weigerte sich.
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Das Spiel ging in die Verlängerung, und es kam zu einer fast schon legendären Szene. Netzer ging zu seinem Teamkollegen Christian Kulik und fragte ihn, ob er noch spielen könne. Als Kulik antwortete, dass er völlig erschöpft sei, wechselte sich Netzer ohne Absprache mit Weisweiler kurzerhand selbst ein.
"Ich wusste nicht, ob Netzer von sich aus entschieden hat, dass er jetzt spielt, oder ob Weisweiler davon wusste. Ich war einfach platt und deshalb froh, dass ich nicht weiterspielen musste", sagte Kulik im Interview mit "11Freunde.de".
Nur drei Minuten nach seiner Selbsteinwechslung erzielte Netzer das 2:1 für die "Fohlen". Das Ergebnis sollte auch bis zum Ende der Verlängerung Bestand haben. Borussia Mönchengladbach gewann zum zweiten Mal den DFB-Pokal.

Günter Netzer

Fotocredit: Imago

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