Seinen vierten und letzten Gesamtweltcup hatte Hermann Maier fast im wahrsten Sinne des Wortes im Schlaf gewonnen. Am 14. März 2004 wollte der "Herminator" gerade ein Nachmittagsschläfchen machen, wie er später sagte, als er erfuhr, dass der Riesenslalom beim Weltcup-Finale in Sestrière abgesagt wurde.
Da das Rennen ersatzlos gestrichen wurde, hatte sein Landsmann Benjamin Raich keine Chance mehr, Maier in der Gesamtwertung noch einzuholen. Am Ende hatte Maier 1265 Punkte auf dem Konto und lag damit 42 Zähler vor Stephan Eberharter. "Dieser Sieg ist mindestens so hoch einzuschätzen, wie mein erster Olympiasieg, wenn nicht noch höher", wurde Maier in der "FAZ" zitiert.
Das hat seine Gründe. Bei einem unverschuldeten Motorradunfall im August 2001 zog sich Maier eine schwere Beinverletzung zu.
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Die Fortsetzung der Karriere des Österreichers stand lange auf der Kippe, zeitweilig drohte sogar eine Amputation des Beins. Doch Maier kämpfte sich zurück in die Weltspitze. Der Gesamtweltcup 2004 war sein erster großer Titel nach der Verletzung. 2005 sollte noch WM-Gold in Bormio im Riesenslalom folgen.

Hermann Maier im Einsatz

Fotocredit: SID

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