Diese Entscheidung sorgte für Wirbel: Jahrelang war Oliver Kahn die unumstrittene Nummer eins im deutschen Tor. Durch seine Paraden war der "Titan" maßgeblich daran beteiligt, dass das DFB-Team bei der Weltmeisterschaft 2002 in Japan und Südkorea ins Endspiel einzog.
Doch am 7. April 2006 erfuhr der damals 36-Jährige, dass er bei der WM im eigenen Land nur auf der Ersatzbank Platz nehmen wird. Der damalige Nationaltrainer Jürgen Klinsmann entschied sich stattdessen, mit Kahns gleichaltrigem Rivalen Jens Lehmann als Stammtorhüter ins Turnier zu gehen. "Dies war die schwierigste Entscheidung meiner Amtszeit", sagte Klinsmann.
Kahn machte keinen Hehl daraus, dass er darüber alles andere als begeistert war. "Ich bin über diese Entscheidung von Jürgen Klinsmann sehr überrascht und maßlos enttäuscht", gab der Keeper zu, der die Entscheidung dennoch akzeptierte und sich bei der WM in die Rolle des Reservisten fügte. "Nachdem ich bei insgesamt vier Turnieren auf der Bank gesessen habe, weiß ich, wie es in dem aussieht, der nicht spielt", zeigte Lehmann Verständnis.
Special
Kein Tag wie jeder andere: Die ersten Olympischen Spiele der Neuzeit
05/04/2021 AM 21:15
Lehmann brillierte im Elfmeterschießen im Viertelfinale gegen Argentinien und war maßgeblich am Halbfinaleinzug des DFB-Teams beteiligt. Und auch Kahn kam noch zu seinem Einsatz. Im Spiel um Platz drei stand er gegen Portugal zwischen den Pfosten.

Jens Lehmann

Fotocredit: Eurosport

Special
Kein Tag wie jeder andere: FC Schalke überrollt Inter Mailand
04/04/2021 AM 22:35
Special
Kein Tag wie jeder andere: Die knappste Tour de France
VOR EINEM TAG