Am 8. Mai 1974 sorgte der 1. FC Magdeburg für einen historischen Moment. Im Finale des Pokals der Pokalsieger bezwang der Klub aus Sachsen-Anhalt den großen Favoriten AC Mailand in Rotterdam mit 2:0. Es sollte der einzige Triumph einer Mannschaft aus der ehemaligen DDR auf europäischer Ebene bleiben.
Der wohl herausragende Akteur der Mannschaft war der Trainer. Heinz Krügel war auch abseits des Platzes ein Charakterkopf, legte sich öffentlich mit dem Verband und der Parteiführung an. "Einige Wichtelmänner der Bezirksleitung haben versucht, sich einzumischen. Ich habe zu ihnen gesagt: 'Ihr seid Politiker, ihr habt dafür zu sorgen, dass es den Leuten gut geht. Fußballtrainer bin ich'", zitiert ihn das Fußballmagazin "11 Freunde".
Entsprechend zurückhaltend fielen die öffentlichen Feierlichkeiten aus. Bei der Landung des siegreichen Teams in Berlin schickte die Parteispitze nur Stellvertreter. In der Magdeburger Zeitung fand der Erfolg nur am Rande Erwähnung.
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Ebenfalls an einem 8. Mai und ebenfalls in Rotterdam spielte Borussia Dortmund um den UEFA-Cup-Sieg. Doch 2002 krönte sich Feyenoord vor heimischem Publikum mit einem 3:2-Erfolg gegen den BVB zum Titelträger. Es war das unglückliche Karriereende eines Weltmeisters. Bei seinem letzten Pflichtspiel musste Jürgen Kohler nach einer Notbremse in der 31. Minute vom Platz.

Jürgen Kohler

Fotocredit: Imago

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