Sie wurde über Nacht zum Liebling der deutschen Fans. Bei den Olympischen Winterspielen 1976 in Innsbruck gewann Rosi Mittermaier zweimal Gold und einmal Silber. Am 8. Februar wurde Mittermaier Olympiasiegerin in der Abfahrt.
Vater des Erfolgs, das betonte Mittermaier immer wieder, sei ihr Coach Wolfgang Bartels gewesen. Der ehemalige Weltklasseläufer und Olympiadritte in der Abfahrt 1964 führte die DSV-Damen in die Spitze. "Er hat mir das Gleiten beigebracht. Da war ich vorher immer weit zurück", sagte Mittermaier.
Zudem gab ihr Cheftrainer Klaus Mayr den Tipp, beim flachen Start in Innsbruck mehr anzuschieben und sich so einen Vorsprung herauszufahren. Die damals 25-jährige Mittermaier startete in der Königsdisziplin als Außenseiterin.
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Topfavoritinnen waren ihre Schwester Evi sowie die Österreicherin Brigitte Totschnig. Doch der Ratschlag des Trainers erwies sich als Gold wert. Mittermaier hatte schon nach dem Start einen großen Vorsprung auf Totschnig, zeigte anschließend eine starke Leistung im Steilhang und büßte nur wenig von ihrem Vorsprung ein.
Nach dem Sieg in der Abfahrt fuhr Mittermaier auch zu Gold im Slalom, diesmal als Favoritin. Silber im Riesenslalom und der Sieg in der Kombination, die damals nicht zum offiziellen Olympiaprogramm gehörte sondern als WM-Rennen gewertet wurde, komplettierten die Mittermaier-Festspiele in Innsbruck.

Gold für Rosi Mittermaier in der Abfahrt

Fotocredit: Imago

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