In der "Open Era" des Tennissports vollbrachten bislang nur Rod Laver und Margaret Court dieses Kunststück. 1988 gelang es Steffi Graf, alle vier Grand-Slam-Turniere in einem Jahr zu gewinnen. Wie überlegen die Brühlerin in jenem Jahr war, wird durch eine Statistik noch einmal unterstrichen:
Bis einschließlich zum Halbfinale der US Open gab Graf bei Grand-Slam-Turnieren lediglich einen einzigen Satz ab, im Endspiel von Wimbledon gegen Martina Navratilova. Das Finale der French Open gegen Natalia Zvereva aus der Sowjetunion dauerte gerade einmal 32 Minuten. Swerewa gewann kein einziges Spiel.
Im Endspiel von New York am 10. September traf die damals 19-jährige Graf auf Gabriela Sabatini aus Argentinien. "Da war ein Kribbeln unter allen Zuschauern, das ging durch alle Reihen, durch alle Ecken dieser Anlage. Hier kann jemand wirklich was Großes schaffen", zitiert der "WDR" den damaligen Reporter Hans-Jürgen Pohmann.
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Und sie schaffte es. Mit 6:3, 3:6 und 6:1 bezwang Graf Sabatini und holte sich den legendären Grand Slam.
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Wer geglaubt hatte, dies könne selbst Graf nicht mehr toppen, sah sich getäuscht. Nur wenige Wochen später krönte sie die Saison mit Olympiagold in Seoul. Außer ihr ist es noch keinem anderen Tennisspieler und keiner -spielerin gelungen, innerhalb eines Kalenderjahres den "Golden Slam" zu gewinnen.

Olympische Sternstunde: Als Graf den Golden Slam holte

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