Diese Pressekonferenz ging in die deutsche Sportgeschichte ein. Am 10. März 1998 rechnete der damalige Trainer des FC Bayern München, Giovanni Trapattoni, vor allem mit einigen Spielern des Klubs ab.
Zuvor hatte der Klub 0:1 auf Schalke verloren, lag in der Bundesliga-Tabelle bereits acht Punkte hinter Sensations-Spitzenreiter 1. FC Kaiserslautern. Einige Spieler hatten den Trainer anschließend öffentlich kritisiert, worüber sich Trapattoni sichtlich ärgerte.
Außer sich vor Wut und teilweise wild gestikulierend ließ der Coach seinen Emotionen freien Lauf - und verewigte sich ungewollt in der deutschen Sprache. "Was erlauben Strunz?", "Flasche leer" und "Ich habe fertig" wurden zu geflügelten Wörtern.
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Über den Ausmaß des Zorns seien alle Spieler geschockt gewesen, erinnerte ich Thomas Strunz im Interview mit der "Süddeutschen Zeitung":
Ich war auf einmal das Synonym des verwöhnten Fußballers.
Er betonte allerdings, dass er sich längst mit Trapattoni ausgesprochen habe.
Trapattoni selbst ist inzwischen besonders stolz darauf, dass er es mit "Ich habe fertig" in ein Band mit historischen Zitaten geschafft habe. "Dort steht es nun neben Zitaten wie 'I have a dream' von Martin Luther King, um nur eines zu nennen. Nicht schlecht", wird er vom "SID" zitiert.

Giovanni Trapattoni bei seiner legendären Wutrede

Fotocredit: Eurosport

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