Es war das letzte Spiel seiner Karriere und hätte ein ganz großer Abschied werden können. Am 9. Juli 2006 stand Zinédine Zidane mit der französischen Nationalmannschaft im Finale der Weltmeisterschaft in Deutschland gegen Italien. Doch stattdessen war der Abgang des Weltmeisters von 1998 unrühmlich. Nach einem Kopfstoß an Marco Materazzi wurde Zidane des Feldes verwiesen.
Schon früh standen Zidane und Materazzi in Berlin im Mittelpunkt. Der Franzose brachte sein Team durch einen Foulelfmeter in der 7. Minute in Führung. Nur zwölf Minuten später gelang dem Italiener der Ausgleich, gleichbedeutend mit dem Ergebnis nach 90 Minuten.
Es ging in die Verlängerung. Und in der 109. Minute kam es für Zuschauer im Stadion und vor dem Fernseher gleichermaßen unerwartet zu der Kopfstoß-Szene. Der damals 34-jährige Zidane erhielt sofort Rot.
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Zuvor hatte Materazzi am Trikot des Franzosen gezogen. Wie beide Spieler bestätigten, sagte Zidane daraufhin zu seinem Gegenspieler, dass er das Trikot nach dem Abpfiff haben könne. Laut Zidane habe Materazzi daraufhin seine Schwester beleidigt. Materazzi erwiderte, dass er gesagt habe, dass ihm Zidanes Schwester lieber als das Trikot wäre. Später gab der damals 34-Jährige im italienischen Fernsehen zu, Zidanes Schwester dabei als "Hure" bezeichnet zu haben.
Ohne Zidane verloren die Franzosen das Elfmeterschießen mit 3:5. Materazzi traf für seine Mannschaft zum zwischenzeitlichen 2:1. Eine Sperre erhielten schließlich beide: Zidane wegen der Tätlichkeit für drei Spiele, Materazzi wegen übler Beleidigung für zwei. Im Falle des Franzosen spielte das jedoch keine Rolle mehr, da er seine Karriere ohnehin beendet hatte.

Eine Statue von der Szene

Fotocredit: Imago

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