Es gibt nicht viele männliche Kunstturner, die sich an diese Schwierigkeit heranwagen. Eine offizielle Würdigung soll Simone Biles bei der WM im Oktober in Stuttgart erhalten. Sollte die 22-Jährige dieses Element auch dort turnen, würde es fortan ihren Namen erhalten.
"Unser Sport hatte ganz lange Zeit keine Person, die eine solch ikonische Position eingenommen hat", sagte Tom Foster, der Teamchef der US-Frauen. Für Biles wäre eine Namensgebung für ihr Element eine Bestätigung für ihren Weg zu neuen Zielen.
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Biles pausierte - und kam noch viel stärker zurück

Nach ihren olympischen Triumphen in Rio 2016 hatte sie ein Jahr pausiert. Zurückgekommen war sie nicht für weitere Titel, sie wollte Grenzen ausloten. Und sie wollte Anerkennung, fühlt sie sich doch im Vergleich zu den Größen anderer Sportarten eher als kleiner Fisch.
Als der alpine US-Skistar Mikaela Shiffrin ihre Übung in Kansas mit dem Emoji einer Krone retweetete, war Biles mehr als überrascht. "Immer wenn so jemand so reagiert, stoppt mein Herzschlag, weil ich denke: Wow, sie nehmen Notiz von mir", sagte Biles, die in Kansas außer am Boden auch zum sechsten Mal im Mehrkampf sowie am Schwebebalken und am Sprung erfolgreich war.
Auch deutsche Kunstturner haben es schon zu eigenen Elementen gebracht. Seit 2014 heißt ein Doppelsalto rückwärts gehockt mit zwei Längsachsendrehungen über die Reckstange einfach nur der Bretschneider, benannt nach Andreas Bretschneider. Nach dem ehemaligen Reck-Weltmeister Eberhard Gienger wurde der Gienger-Salto benannt, ein Salto rückwärts gebückt mit einer halben Längsdrehung vor der Stange.
(SID)

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