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Kristina Vogel Weltmeisterin im Bahnrad-Sprint

Vogel holt WM-Gold im Sprint
Von SID

14/04/2017 um 16:30Aktualisiert 14/04/2017 um 17:09

Olympiasiegerin Kristina Vogel ist nach 2014 und 2015 zum dritten Mal in ihrer Laufbahn Sprint-Weltmeisterin. Die 26-Jährige aus Erfurt schlug bei den Titelkämpfen in Hongkong im Finale des Sprintturniers souverän Stephanie Morton (Australien) mit 2:0-Läufen. Im Halbfinale hatte sich Vogel zuvor ebenfalls klar gegen Wai Sze Lee aus Hongkong durchgesetzt, die letztlich Bronze holte.

"Ich habe gezeigt, wer hier der Chef im Ring ist", sagte Vogel. In Fernost krönte sie sich nach 2014 und 2015 zum dritten Mal zur Sprint-Weltmeisterin und bestätigte ihren Triumph von Rio de Janeiro eindrucksvoll.

Für den Bund Deutscher Radfahrer (BDR) war es am dritten Wettkampftag das dritte Edelmetall bei der WM in der ehemaligen britischen Kronkolonie, für Vogel nach Teamsprint-Bronze das zweite. Am Sonntag hat die Sprint-Königin als Titelverteidigerin im Keirin noch eine weitere Gelegenheit.

Vogel: "Kein Selbstläufer"

Wie es Vogels Art ist, fixierte sie Morton vor dem Start in den ersten Endlauf sekundenlang. Dann wirkte es, als spiele sie mit ihrer Gegnerin aus Down under, die ohne jede Chance war. "Man schwimmt noch eine ganze Zeit auf der Olympia-Welle. Der Ehrgeiz ist derselbe", hatte Vogel gesagt. Und den Beweis eindrucksvoll angetreten.

Schon das Halbfinale gegen die Lokalmatadorin Wai Sze Lee aus Hongkong, die letztlich Bronze holte, lief nahezu perfekt - auch wenn Vogel nach dem zweiten Lauf eine Verwarnung erhielt, weil sie ihren Sprintkorridor kurz verlassen hatte. "Das war die stärkste Gegnerin", sagte Bundestrainer Detlef Uibel: "Hinten raus war Kristina sehr dominant, die Australierin hat sie vom Kopf her klar beherrscht."

So spielerisch leicht wie im Rennen um Gold sah es nicht immer aus. "Das Halbfinale ist mittlerweile fast eine Pflichtaufgabe. Aber es war kein Selbstläufer", sagte Vogel. Gerade der zweite Viertelfinal-Lauf gegen die Ukrainerin Ljubow Basowa war ein echter Kraftakt. "Sie war die Top-Favoritin, jeder meint, sie kann sich nur selber schlagen. Aber Kristina hat dem Druck großartig standgehalten", sagte Uibel.

Starke Quali von Niederlag

Nach Silber im Scratch-Rennen über 15 km fuhr Lucas Liss aus Unna weit an einer erneuten Medaille vorbei. Im Punktefahren über 40 km ging beim Erfolg des Australiers Cameron Meyer nichts, der 25-Jährige kam nur auf den 14. Rang. Der zweite Platz vom Donnerstag hinter dem Polen Adrian Teklinski tröstete darüber aber hinweg. "Ich fühle mich wie ein Sieger. Ich bin überglücklich, erneut auf dem Podium zu stehen", hatte Liss gesagt, der im Scratch 2015 schon einmal Weltmeister war.

Im Sprintturnier der Männer weckte Max Niederlag aus Chemnitz realistische Medaillenhoffnungen. Der 23-Jährige raste zunächst in der Qualifikation zu einer persönlichen Bestzeit (9,66 Sekunden) und schaltete danach unter anderem den Olympia-Zweiten Callum Skinner aus Großbritannien aus. "Ich muss versuchen, das Niveau zu halten", sagte Niederlag, und fügte mit Blick auf die Turnierfortsetzung am Samstag an: "Wenn ich gut regeneriere, habe ich gute Karten." Nächster Gegner ist im Viertelfinale wieder ein Brite, diesmal Ryan Owens.

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