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Positiver Dopingtest bei Marco Völler von den Giessen 64ers

Positiver Dopingtest bei Völler-Sohn Marco
Von SID

21/05/2017 um 13:38Aktualisiert 21/05/2017 um 13:43

Marco Völler, Sohn von Weltmeister Rudi Völler, ist in der Basketball Bundesliga (BBL) positiv auf Doping getestet worden. Eine entsprechende Meldung der "Bild am Sonntag" bestätigte Jochen Böhmcker, Anti- Doping-Beauftragter des Deutschen Basketball Bundes (DBB), dem "SID". Dem 28 Jahre alten Power Forward der Giessen 46ers droht nun eine Strafe.

Eigentlich hat Rudi Völler auch so schon Probleme genug. Doch dem Weltmeister von 1990 trieb in den vergangenen Monaten wohl nicht nur der drohende Abstieg mit Bayer Leverkusen Sorgenfalten auf die Stirn. Wie erst jetzt bekannt wurde, ist Marco Völler, Sohn des früheren Teamchefs der deutschen Nationalmannschaft, in der Basketball Bundesliga (BBL) schon Mitte Februar positiv auf Doping getestet worden.

Eine entsprechende Meldung der "Bild am Sonntag" bestätigte Jochen Böhmcker, Anti-Doping-Beauftragter des Deutschen Basketball Bundes (DBB), dem "SID". Völler (28), Power Forward der Giessen 46ers, droht nun im schlimmsten Fall eine Sperre. Marco Völler erklärte bei "telekombasketball.de":

"Ich kann mir nicht erklären, wie es passiert ist."

Nach dem Beginn der Verhandlung am vergangenen Dienstag wird die Anti-Doping-Kommission des DBB bei der Fortsetzung am 1. Juni über Sanktionen entscheiden. "Ich gehe davon aus, dass es am 1. Juni eine Entscheidung geben wird", sagte Böhmcker. Die BBL hat sich dem Anti-Doping-Code der Nationalen Anti Doping Agentur (NADA) unterworfen, für die Kontrollen ist aber der Verband verantwortlich.

Nach "BamS-Informationen" war ein verunreinigtes Nahrungsergänzungsmittel in Getränke-Ampullen für den positiven Befund bei Völler und einem Mannschaftskollegen verantwortlich. Wer der zweite Spieler ist, wurde bislang nicht bekannt.

Völler kam im Sommer nach Giessen

Nach dem Spiel bei den MHP Riesen Ludwigsburg (77:83) war Völler von den Kontrolleuren der NADA zur Probe gebeten worden. Da das dabei gefundene Mittel aber nicht eindeutig zum Betrug eingenommen wurde, erfolgte keine automatische Sperre.

"Die Proben sind vom 11. Februar", so Völler und ergänzte:

"Einige Wochen später habe ich erfahren, dass etwas Unerlaubtes in meinem Urin war. Bis zu den Verhandlungen versuche ich aufzuklären, worum es da geht. Und dann hoffe ich, dass es ein gutes Ende nimmt."

Ein Freispruch für die Spieler ist weiter möglich, deshalb wurde der Fall bislang nicht öffentlich gemacht. "In 50 Prozent der Fälle geht es so aus, dass es gar nichts gab", sagte Böhmcker. Erst im Falle einer Strafe wird die BBL offiziell informiert.

Völler und sein Teamkollege sollen sich freiwillig einem Bluttest unterzogen haben. Auf diesem Weg sollte nachgewiesen werden, dass beide vor dem Spiel keinerlei Drogen konsumiert hatten.

Völler spielt seit dem vergangenen Sommer in Gießen, der gebürtige Offenbacher war von Zweitligist Rockets Gotha zu den Mittelhessen gewechselt. Für die 46ers, die als Tabellenneunter knapp den Einzug in die Play-offs verpasst hatten, absolvierte Völler 32 Saisonspiele, 15-mal gehörte er zur Startformation. Im Schnitt kam der 1,99 m große Flügelspieler auf 3,2 Punkte und 1,7 Rebounds.

Erst im Januar hatte der Klub den Vertrag mit dem Sohn von Rudi Völler (57), Sportdirektor beim Bundesligisten Bayer Leverkusen, vorzeitig bis 2018 verlängert.

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