Als seine Teamkollegen von den Dallas Mavericks auf dem Feld die Uhr herunterlaufen lassen, um sich kurz darauf jubelnd in die Arme zu fallen, springt der Würzburger am Seitenrand über eine Werbebande. Schnellen Schrittes kämpft er sich durch eine Menge von applaudierenden Fans.
Auf dem Weg klatscht Nowitzki mit einem Zuschauer ab, dann verschwindet der Kapitän der Mavs im Spielertunnel. Die Hände über dem Kopf zusammengeschlagen, vergräbt er sein Gesicht im knallblauen Trikot, als könne er diesen historischen Erfolg selbst kaum glauben: Fünf Jahre nach der bitteren Finalniederlage gegen Miami Heat ist Nowitzki bei der Wiederholung de Duells am 12. Juni 2011 endlich am Ziel angelangt: Er ist der erste deutsche Champion in der nordamerikanischen Basketball-Profiliga NBA.
Die Mavericks gewannen durch ein 105:95 in Spiel sechs die Finalserie gegen die Heat in der American Airlines Arena in Miami. Vor 20.003 Zuschauern blieb Nowitzki über weite Strecken blass. Doch im letzten Viertel drehte das "German Wunderkind" auf, machte zehn seiner 21 Punkte und verhalf den Texanern zu ihrer ersten und bis heute einzigen Meisterschaft.
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Als erst zweiter Europäer nach Tony Parker (2007) erhält Nowitzki im Anschluss die Auszeichnung zum Finals-MVP: die maximale Würdigung seines persönlichen Anteils an diesem Triumph.
Damit gelingt endlich die lang ersehnte Wiedergutmachung für 2006, als die Mavs trotz einer 2:0-Führung gegen die Heat die Krönung verpasst hatten. Nowitzki wurde damals für seine Leistung scharf kritisiert. Fünf Jahre später ist er mit 32 endlich ganz oben angekommen.
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