44 Glühbirnen stecken darin, rote und weiße, dazu eine Klingel, die nach 24 Sekunden losschlägt. Kaum zu glauben, dass dieses ziemlich simple technische Gerät die NBA und den Basketball vor fast 70 Jahren für immer verändert hat.
Die Rede ist von der ersten "Shot Clock", der Wurfuhr, die die Angriffszeit begrenzt. Am 30. Oktober 1954 feierte die Kiste im ersten Spiel der neuen NBA-Saison zwischen den Rochester Royals und den Boston Celtics ihre Premiere. Heute ist die Uhr nicht mehr wegzudenken, auch im Handball gibt es mittlerweile Fürsprecher für eine Einführung.
Danny Biasone, erster Besitzer der Syracuse Nationals (heute Philadelphia 76ers), entwickelte die Uhr, auf der die Sekunden von 24 bis 0 herunterlaufen. Ziel war es, dadurch das Spiel schneller zu machen. Langes Ballhalten lähmte die Liga, das Ergebnis wurde häufig verwaltet, Würfe gab es viel zu wenige.
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1950 schlugen die Fort Wayne Pistons die Minneapolis Lakers mit 19:18. Bis heute der niedrigste Score in einem NBA-Spiel. Unattraktiver geht es nicht, durch die Uhr waren derlei Auswüchse Geschichte, andere folgten dem Beispiel. Der Weltverband FIBA führte 1956 eine 30-Sekunden-Frist ein, 2000 wurde sie, orientiert an der NBA, auf 24 reduziert.
In Syracuse/New York, dem Geburtsort, steht am Armory Square eine Nachbildung der ersten Uhr. Die Shot Clock habe, "den Basketball verändert und die NBA gerettet", steht auf dem Denkmal. Es ist halt mehr als ein Blechkasten.
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