"Dieser Wettbewerb ist sehr schwierig, alle Teams haben viele Spiele", sagte der 73 Jahre alte Spanier nach dem Coup bei Titelverteidiger ZSKA Moskau bei MagentaSport: "Es ist schwierig, in jedem Spiel fokussiert zu bleiben."

Den beiden deutschen Vertretern gelang es am Freitagabend in der EuroLeague allerdings ausgesprochen gut, die Konzentration zu wahren. Alba feierte beim russischen Serienmeister mit 93:88 den ersten Sieg im vierten Saisonspiel, der Bundesligarivale Bayern München kam bei Titelmitfavorit Fenerbahce Istanbul nach einem unerklärlichen Fehlstart zum 75:71 und damit zum dritten Erfolg.

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"Wir haben zwei verschiedene Gesichter gezeigt", sagte Bayerns italienischer Trainer Andrea Trinchieri und wurde deutlich: "In der ersten Halbzeit war es peinlich, ich konnte gar nicht glauben, wie schlecht wir waren." 9:28 hieß es nach dem ersten Viertel, 25:45 zur Pause. "Die zweite Halbzeit war unglaublich", bilanzierte Trinchieri nach der Schlusssirene und lobte seine Verteidigung: "Da haben wir gezeigt: Unsere DNA ist die Defense."

Nach den Auswärtssiegen in Berlin, Tel Aviv und in Istanbul liegen die Bayern mit drei Siegen und einer Niederlage in der Spitzengruppe der europäischen Königsklasse. Nur Zalgiris Kaunas aus Litauen hat mit vier Siegen noch eine weiße Weste. Alba vermied den Fehlstart, obwohl Trainer Reneses vor der Partie beinahe gar nicht mit einer Chance in Moskau gerechnet hatte.

"ZSKA ist eine großartige Mannschaft. Physisch sind sie größer und kräftiger als wir", sagte Reneses: "Unser Plan ist es, uns von Spiel zu Spiel zu verbessern, aber jetzt so früh in der Saison gegen die stärksten Mannschaften der EuroLeague zu spielen, ist für uns schwierig."

Vor allem in der zweiten Halbzeit zeigte sich der deutsche Meister vor 3087 Zuschauern allerdings auf Augenhöhe mit dem viermaligen Titelträger. Moskaus überragende US-Amerikaner Mike James (27 Punkte) und Will Clyburn (25) stemmten sich gegen die Niederlage, doch Niels Giffey mit einem wichtigen Offensivrebound und sein Nationalmannschaftskollege Maodo Lo von der Freiwurflinie sorgten für die Entscheidung.

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