"Glückwunsch an Ludwigsburg. Ich denke, dass sie am Ende der verdiente Sieger sind", sagte Bayern Münchens Erfolgscoach nach der 98:101 (47:55)-Auswärtsniederlage zum Auftakt des Play-off-Halbfinales in der Basketball Bundesliga (BBL) bei den MHP Riesen, "insgesamt war das eine schwache Leistung von uns."
Hauptrundensieger Ludwigsburg hat im zweiten Duell am Montag erneut Heimrecht, ehe zwei Tage später Spiel drei in München auf dem Plan steht. Sollte danach und auch durch das vierte Match am Freitag wiederum in München noch kein Sieger ermittelt sein, würde die Entscheidung im fünften Aufeinandertreffen am 6. Juni (Sonntag) in Ludwigsburg fallen.
Am Montag müssen die Europapokal-Helden aus der bayerischen Metropole in Sachen Mentalität deutlich zulegen, um sich den Vorteil in der Best-of-five-Serie zu holen. "Wenn Du eine Play-off-Serie spielst und mit der Körpersprache der regulären Spielzeit ankommst, kostet dich dies das Spiel", monierte Trinchieri, der mit den Bayern in der EuroLeague nach vielen knappen Schlachten als erste deutsche Mannschaft überhaupt das Viertelfinale erreicht hatte.
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München verspielte einen möglichen Erfolg im ersten Abschnitt und rannte dem Rückstand für den Rest des Spiels vergeblich nach. "29 Punkte im ersten Viertel. Wir haben ein Comeback versucht und auch bewerkstelligt bekommen ? den Job aber nicht erledigt", sagte Trinchieri.
Vor dem Korb der Bayern war Jamel McLean nicht zu stoppen. Der Bundesliga-Rückkehrer machte 27 Punkte für die Riesen. "Wir haben keinen Weg gefunden, ihn zu stoppen. Dies war der Schlüssel zum Spiel", sagte Trinchieri. Und vor dem eigenen Korb überragte Ludwigsburgs Winterzugang Jonah Radebaugh. "Er war auch heute der Gamewinner in der Verteidigung", lobte Riesen-Headcoach John Patrick.
Bei der erfolglosen Aufholjagd machte sich auch der Kräfteverschleiß der Bayern bemerkbar, die in Ludwigsburg ihr 83. Saisonspiel absolvierten, die Gastgeber waren nur etwas mehr als die Hälfte (43 Spiele) gefordert. Auch EuroLeague-Allstar Vladimir Lucic konnte die Münchner Niederlage mit 24 Zählern nicht verhindern.
Den zweiten Finalisten ermitteln Meister Alba Berlin und ratiopharm Ulm. In den ersten beiden Duellen am Sonntag und Dienstag hat der Titelverteidiger aus der Hauptstadt Heimrecht.
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